Körper⸗ und Gefiederteile des Hausgeflügels. 231
Kammformen.
1. Stehkamm, wie ihn die vorſtehende Abbildung zeigt.
2. Iſt der Stehkamm nach einer Seite umgebogen, ſo heißt er Schlotterkamm.
3. Doppelkamm, zwei Stehkämme nebeneinander.
4. Becherkamm, die doppelten Stehkämme ſind hinten zu⸗ ſammengewachſen.
5. Blätterkamm. Er beſteht aus zwei je einem gezackten Blatte ähnlichen Kammteilen mit zwiſchenliegender Wulſt.
6. Hörner⸗ oder Hornkamm, ein Doppelkamm, deſſen beide Teile zwei koniſche glatte oder auch mit Auswüchſen behaftete Spitzen bilden.
7. Erbſenkamm beſteht aus drei parallel nebeneinander lau⸗ fenden, ſehr niedrigen Stehkämmen, ſo daß nur die Zackenſpitzen ſichtbar ſind; der mittlere iſt höher als die beiden anderen, welche unter ſich gleich hoch ſind.
8. Roſen⸗ oder Traubenkamm, eine auf dem Kopfe dünn entſpringende, nach beiden Seiten und nach vorn ſich ausdehnende, nach hinten in eine lange, etwas nach aufwärts gerichtete Spitze aus⸗ laufende Fleiſchmaſſe, deren flache Oberſeite mit vielen gleich hohen und gleichmäßig verteilten Spitzen(Zacken) beſetzt iſt.
9. Wulſt⸗ oder Nelkenkamm iſt eine niedrige, wulſtige, in der Mitte etwas vertiefte Fleiſchmaſſe ohne Spitzen.
Zehen⸗ und Schenkelbeſiederung.
Bei einigen Haushuhnraſſen ſind die Läufe und einzelne Zehen befiedert. Iſt die Zehenbefiederung handbreit, ſo nennt man ſie Latſchen.— Streaffe ſteife Fahnenfedern als Teil der Schenkelbefie⸗ derung, welche über die Ferſe weg nach hinten gerichtet ſind, heißen Stulpen oder Geierferſen.
Füße der Schwimmvögel.
Bei den Schwimmvögeln, Gänſen und Enten, ſind die drei nach vorn gerichteten Zehen durch die Schwimmhaut verbunden. Die mit ſolcher Haut verſehenen Füße nennt man Ruder.


