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14 Allgemeine Unterſuchungsmethoden.
muß man ſich bei der Anwendung davon überzeugen, daß in dem aus⸗ gewaſchenen Rückſtande der Filtration unter dem Mikroſkop durch Jod keine ungelöſte Stärke mehr nachweisbar iſt.
5. Beſtimmung der Rohfaſer.
Unter Rohfaſer oder Holzfajer verſteht man den Reſt an orga⸗ niſcher Subſtanz, welcher verbleibt, wenn man 3; der feingepulverten Subſtanz— bei fettreichen Stoffen nach dem Entfetten— nach einander je ½ Stunde mit 1 ½ prozent. Schwefelſäure und 1 ¼ prozent. Kalilauge kocht.
Man verfährt zweckmäßig nach folgender Vorſchrift:
3 g Subſtanz werden in einer Porzellanſchale, welche bis zu einer im Innern angebrachten kreisförmigen Marke 200 cem Flüſſig⸗ keit faßt, mit 200 ccm 1 ⅛ prozent. Schwefelſäure(von einer Löſung, welche 50 g konzentrierter Schwefelſäure im Liter enthält, nimmt man 50 cem und ſetzt 150 ccm Waſſer hinzu) genau ½ Stunde unter Erſatz des verdampfenden Waſſers gekocht, darauf ſofort durch ein dünnes Asbeſtfilter filtriert und mit heißem Waſſer hinreichend aus⸗ gewaſchen. Darauf ſpült man das Filter mit ſeinem Inhalt in die Schale zurück, giebt 50 ccm Kalilauge hinzu, welche 50 g Kalihydrat im Liter enthält, füllt bis zur Marke der Schale auf, kocht wiederum genau ½ Stunde unter Erſatz des verdampfenden Waſſers, filtriert durch ein neues Asbeſtfilter und wäſcht mit einer reichlichen Menge kochenden Waſſers und darauf nach Entfernung des Filtrats aus der Saugflaſche und nach Abkühlung der Flaſche je 2—3mal mit Alkohol und Ather nach. Das alsdann ſehr bald lufttrockene Filter nebſt Inhalt bringt man verluſtlos in eine ausgeglühte Platinſchale und trocknet 1 Stunde bei 100— 105⁰ C. Nach dem Erkalten im Exſikkator wird die Schale gewogen, darauf kräftig geglüht, bis kein Aufleuchten von verbrennenden Rohfaſerteilchen mehr ſtattfindet, dann im Exſikkator wieder erkalten gelaſſen und ſchnell gewogen. Die Differenz zwiſchen der erſten und zweiten Wägung ergiebt die Menge der in 3 g Subſtanz vorhandenen Rohfaſer.
6. Beſtimmung der Aſche(Mineralſtoffe).
5— 10 g Subſtanz werden in einer ausgeglühten und darauf ge⸗ wogenen Platinſchale zunächſt mit kleiner Flamme veraſcht, dann die Aſche mit heißem Waſſer ausgelaugt, die Löſung durch ein Filter von bekanntem Aſchengehalt filtriert, der Rückſtand mit wenig Waſſer aus⸗ gewaſchen, getrocknet und vollſtändig veraſcht. Nach dem Erkalten wird das obige Filtrat zu dem Rückſtand hinzugefügt, darauf etwas Ammoniumkarbonat zugeſetzt, auf dem Waſſerbade zur Trockne ver⸗ dampft, ſchwach geglüht und nach dem Erkalten gewogen. Man er⸗ hält ſo die Rohaſche. Dieſelbe wird in 10 prozent. Salzſäure gelöſt. Der bei der Filtration verbleibende Rückſtand wird ½ Stunde mit


