186 Erträge und Verwertung der Kartoffeln.
im Werte von ca. 1 ½ Millionen Mark auf ca. 200 000 Tonnen. 1891 im Werte von 14 Millionen und 1892 von 10 Millionen geſtiegen iſt.
Ein Hauptgrund für das Zurückgehen der Ausfuhr liegt jedenfalls in den letzten trocknen Jahren; kommt nun einmal wieder ein naſſes Jahr, dann wird ſich auch die Ausfuhr wiederum heben. Wie wir aus der obigen Überſicht erſehen können, iſt der Unterſchied in den verſchiedenen Ernten ein ganz gewaltiger und regeln ſich demgemäß auch die Preiſe, wobei auch die guten oder geringen Ernten des Auslandes in betracht kommen.
Die Zuſammenſetzung der Kartoffeln iſt nun folgende:
Nach Dietrich und König) enthalten die Kartoffeln in Prozenten:
f—
2it id. ſtoff⸗ Roh⸗ ſtoff⸗ Noh⸗ LTrocken⸗ Knollen Waſſer haltige freie. Aſche. Sub⸗ fett Extrakt⸗ faſer ſubſtanz ſtanz ſtoffe
Minimum 68,08 0,88 0,04 19,45 0,28 0,53 15,10 Marximum 84,90 3,66 0,96 22,577 1,57 1,87 31,97 Mittel 74,98 2,08 0,15 21,01 0,69 1,09 25,02
Kraut: völlig grün am 12. Oktober b V
geerntet 15,58 8,944 3,88 37,06 23,03 11,59 84,42
Das Kraut wird nur in Ausnahmefällen zur Verfütterung gelangen, weshalb ſein Gebrauchswert nur ſelten mit zur Er⸗ höhung des Durchſchnittsertrages beitragen wird, da es meiſt als Streu⸗ oder Brennmaterial Verwendung findet. Die zu erzielenden Krautmengen belaufen ſich auf 1600 bis 2400 kg pro Hektar.
*) Zuſammenſetzung und Verdaulichkeit der Futtermittel. 2. Aufl. 1. Bd. Berlin 1891.


