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Der Kartoffelbau nach seinem jetzigen rationellen Standpunkte / von Hugo Werner
Entstehung
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Ernte. 169

von Lieſegang, Hammersdorf*) und von D. Wachtel, Maſchinenfabrik in Breslau hergeſtellt und zu beziehen.

Eine ziemlich befriedigend arbeitende Maſchine ſcheint auch die Kartoffel⸗AusgrabemaſchineSyſtem Paulus zu ſein, welche von der Maſchinenfabrik Paulus& Co. in Poſen**) her⸗ geſtellt wird.

Alle dieſe Kartoffelerntemaſchinen laſſen ſehr viel mehr Kartoffeln im Boden zurück, als dies bei dem Aufnehmen mit der Hand der Fall iſt, beiſpielsweiſe wurden nach den Angaben von Kloſtermann auf Johannisberg, wo eine Kartoffelernte⸗ maſchine in hartem Boden gearbeitet hatte, nachgeleſen:

bei Aufnahme mit der Hand mit der Maſchine

beim 1. Eggen 1,5 Sack Kartoffeln. 5 Sack 1. Pflügen. 5,5. 4,5 2. Eggen.. 1.. 1 2. Pflügen.. 0,5.. 1 3. Eggen 0,5. 0,5

Die Nachleſe hat demnach immer ſtattzufinden und iſt zu dieſem Zweck das Kartoffelfeld nach der Ernte mindeſtens tüchtig abzueggen und nach dem Aufſammeln der an der Oberfläche gebrachten Kartoffeln wiederum zu pflügen. In der Pflugfurche folgen dann Leute, welche die wiederum bloßgelegten Kartoffeln aufnehmen; meiſtenteils, namentlich auf den ſchweren Boden⸗ arten, lohnt ſich auch dieſe Arbeit. Dieſe Pflugfurche wird nur ſo flach gegeben als die Knollen im Boden liegen und zwar am zweckmäßigſten mit hakenartigen Ackergeräten, weil dieſe den Boden nicht wenden, alſo die Kartoffeln nicht von neuem mit Erde bedecken. Dieſer Pflugfurche folgt dann meiſt ein noch⸗ maliges Abeggen und Aufſammeln.

*) Königsberger land⸗ und forſtw. Ztg. XVIII. Jahrg. Nr. 6. **) Landw. Centralbl. f. d. Prov. Poſen, XXI. Jahrg. Nr. 40.