168 Ernte.
in runde Stäbe ausgebildeten Scheibe, welche hinter einem be⸗ liebig tief zu ſtellenden Schar unter den Kartoffeldamm greift und dieſen durch ihre raſche Bewegung vollſtändig zerteilt und dabei die Kartoffeln bloßlegt.
Der einzige Geldpreis, welchen die D. L. G. bei ihrer Hauptprüfung von Kartoffelerntemaſchinen(1894) ausgegeben hat, entfiel auf eine von Julius Höhme, Rieſa a. E.(Kgr. Sachſen) zur Prüfung geſtellte Schleudermaſchine.
Die Siebmaſchinen beſitzen hinter dem Schar ein Rüttelſieb, über welches der abgeſchnittene Erddamm geht und durch die vielen kleinen Stöße zertrümmert wird, ſo daß die Erde durch das Sieb fällt, während die Kartoffeln hinter dem Siebe ab⸗ gelegt werden.
Eine Maſchine dieſer Art, welche eine ziemlich befriedigende Arbeit liefert, iſt der v. Kobilinski'ſche Kartoffelheber.
Die ganze Maſchine balanciert auf einer Achſe mit zwei feſt⸗ ſtehenden Fahrrädern.
Indem dieſe Räder vorwärts ſchreiten, drehen ſie vermöge eines verdeckten Getriebes, eine oben querliegende Walze rück⸗ wärts, und dieſe zieht vermittelſt Zacken eine Kette ohne Ende, über mehrere kleinere Walzen laufend, herum. Dieſes 34 cm. breite Kettengewebe ſchließt ſich an das 28 cm breite Pflugſchar an, empfängt von letzterem bei dem Pflügen den Erdbalken, ſchafft dieſen auf die oberſte Walze und wirft ihn dann aus einer Höhe von 68 cm auf ein dahinter hängendes Sieb, das während des Fahrens ſtark auf⸗ und abſchlägt und dadurch die Kartoffeln ausſcheidet.
Vor dem Aufnehmen der Kartoffeln iſt es auch bei dieſem Gerät vorteilhaft, das Kraut zu entfernen; doch wirkt weit ſtörender die Quecke, überhaupt der ſehr unreine Boden; je reiner dieſer iſt, deſto beſſer arbeitet der Heber ſelbſt wenn das Land naß iſt.
Dieſer Kartoffelheber ſoll, mit zwei Pferden beſpannt, täglich 1 ha beſchaffen. Er beſitzt die nötige Haltbarkeit und koſtet ungefähr 300 Mk.
Neue Kartoffelerntemaſchinen nach dem Siebſyſtem ſind


