Varietäten. 23
Paulſen's Phöbus.
Knolle: weiß⸗gelblich und rauh, oder weiß und glatt, rundlich, oder oval bis länglich, mittelgroß; Augen flach; Fleiſch weiß. Kraut: hellgrün, hoch; Blüte weiß.
Durch Paulſen aus Sämling Nr. 85 gezogen und 1891 zum erſten mal ausgegeben. Nach Berichten der D. Kart.⸗Kult.⸗St. wurden p. ha geerntet:
1893. 21544 kg Knollen, 20,16 pCt.= 4360 kg Stärke. 1894. 22293 ko„ 20,23„ 4441 Kg„
Ihr hoher Ertrag und Stärkereichtum kennzeichnet ſie als vortreffliche Fabrikkartoffel und da ſie auch wohlſchmeckend iſt, als ſehr gute Speiſekartoffel.
Ganz beſonders gute Erträge ſcheint ſie auf ſchwerem Boden und in naſſen Jahren zu bringen, auch ihren hohen Stärkegehalt und ihre Widerſtandsfähigkeit gegen die Pilzkrank⸗ heit zu bewahren. Auf leichtem Boden und in trocknen Jahren vermindern ſich die Erträge ſehr erheblich; auch treten viele kleine Knollen auf und die Ernte iſt erſchwert.
Paulſen's Simſon.
Knolle: weiß, rauh, mittelgroß, rund, gut geformt; Fleiſch: weiß, ſpäter auf dem Lager ſchwach gelblich werdend, gekocht locker, trocken und wohlſchmeckend; Augen: mitteltief. Kraut: kräftig, bietet eine ſtarke und ſehr frühe Beſchattung; Blüte violett mit weißen Spitzen.
Nach dem Bericht der D. Kart.⸗Kult.⸗St. brachte Simſon in 4 Jahren(1889/92) durchſchnittlich 20608 kg Knollen mit 22,06 pCt.= 4549 kg Stärke p. ha.
Bemerkenswert iſt, daß in den trocknen Jahren 1889 und 1892 die Erträge verhältnismäßig gering, dagegen in den beiden nächſten Jahren 1890 und 1891 ſehr gute waren. Dieſe hohen Erträge in den ſchlechten Kartoffeljahren verdankt die ſehr ſpäte Sorte ihrer außerordentlichen Widerſtandsfähigkeit gegen die Krankheit.
Im allgemeinen iſt Simſon eine ſehr ſtärkereiche, ſowohl


