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Der Kartoffelbau nach seinem jetzigen rationellen Standpunkte / von Hugo Werner
Entstehung
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20 Die Kartoffel.

Ertrag in feuchten Jahren gut, in trocknen mäßig, wider⸗ ſtandsfähig gegen Krankheit. Höchſt beachtenswerte Brennerei⸗ und Futterkartoffel für ſchweren in guter Düngung ſtehenden Boden.

Ertrag 1881 in Kottulin, auf mildem, kalkreichen Lehm 19680 kg p. ha. Kranke 2,81 pCt. Bringt etwas viel kleine Knollen.

Heine⸗Emersleben, 1885 auf normalem Rübenboden 28876 kg Knollen, 5666 kg Stärke p. ha

Profeſſor Dr. Orth.

Knolle: weiß, rauh, oval, ziemlich groß; Kraut: üppig.

Eine neue Richter'ſche Züchtung ausMagnum bonum undHertha gezogen.

Das ſonſtige Verhalten ſtimmt mit dem vonJuwel überein; nur etwas ſpäter reifend. Ihre Güte als Speiſe⸗ kartoffel und ihre Widerſtandsfähigkeit gegen die Pilzkrankheit wird gerühmt.

Geheimrat Thiel.

Knolle: weißſchalig, plattrund; Augen flach; Fleiſch weiß; Kraut: hoch, aufrecht, dunkelgraugrün; Blüte violett.

Es iſt dies eine ſehr gelungene neugetaufte Richter'ſche Züchtung, welche ſich bei Heine während dreier Prüfungsjahre gleich gut erwieſen hat. Es wurden geerntet p. ha 22600 kg Knollen mit 18,2 pCt.= 4113 kg Stärke.

Paulſen's Amylum.

Knollen: weiß, am Keimende meiſt etwas violett, nieren⸗ förmig; Augen wenig zaͤhlreich; Fleiſch weiß; Kraut: ſehr kräftig; Blüte weiß.

Weniger Speiſekartoffel, aber wegen ihres hohen Stärke⸗ gehaltes für Brennereien und Stärkefabriken geeignet. Erträge ſind p. ha folgende angegeben.

Paulſen 1899= 25291,5 kg à 22,1 pCt. Stärke 1894 21 875,0 à 21,4

Heine 1893/94= 15400,0 à 21,6

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