Die Kartoffel.
Saxonia.
Knolle: geblich⸗weiß, oval, gut geformt; Augen flach, wenig zahlreich; Fleiſch weiß.
Die neue Züchtung Richter's, welche auf der D. Kart.⸗ Kult.⸗St. 1891 zum erſten Mal geprüft wurde, zählte zu den ertragreicheren der angebauten Sorten, blieb dann aber in den beiden folgenden trocknen Jahren hinter dem Jahresmittel ziemlich erheblich zurück.
Der Zjährige Durchſchnittsertrag ſtellte ſich auf 22 458 kg Knollen mit 18,66 pCt. oder 4259 kg Stärke p. ha.
Gegen Krankheit und Schorf hat ſie ſich nicht als ſehr widerſtandsfähig erwieſen.
Hat die Saxonia ſich auch bei dieſen Verſuchen durch ihre Erträge an Knollen und Stärke nicht beſonders hervorgethan, ſo ſcheint ſie doch als gute Speiſekartoffel von mittlerer bis guter Ertragsfähigkeit, die gelegentlich auch als Fabrikkartoffel verwendbar iſt, Beachtung zu verdienen. Sie ſoll ſich ſehr gut zum Verſand nach England eignen.
Profeſſor Jul. Kühn.
Knolle: gelblich-weiß, Schale netzartig; Form gefällig. Fleiſch: weiß, fein, von dichter Körnung.
Züchter: Zerſch.
Dieſe Sorte iſt entſtanden durch Kreuzung der Magdeburger Netzkarkoffel mit Richters Imperator. Die„Magdeburger Netz⸗ kartoffel“ zeichnet ſich durch Frühreife, ſehr hohe Erträge und feinen Geſchmack aus. Sie iſt für alle Zwecke, beſonders für den Export geeignet. Die guten Eigenſchaften des Imperator ſind bekannt. Das Kreuzungsprodukt vereinigt nicht nur die Vorzüge dieſer beiden Sorten, ſondern weiſt eine bedeutende Steigerung in den Erträgen, dem Stärkegehalt und namentlich in der Widerſtandsfähigkeit gegen Krankheiten auf. Sie iſt wegen ihres feinen Geſchmacks als Speiſekartoffel ganz beſonders zu empfehlen.


