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Die käuflichen Düngestoffe, ihre Zusammensetzung, Gewinnung und Anwendung / von A. Rümpler
Entstehung
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Entnahme der Probe von Handelsdüngern. 241

ausgeſchmiedet und deſſen anderes Ende mit einem Griffe verſehen iſt (Fig. 32). Das Rohr iſt ſeiner ganzen Länge nach aufgeſchnitten, ſo daß eine etwa ½ bis 1 cm breite Nute entſteht.

Mit dieſem Inſtrumente ſticht man mit einer gewiſſen Heftigkeit in den Sack, dreht dasſelbe einmal herum, ſo daß ſich die Nute mit dem Pulver füllt und klopft dann letzteres in eine bereit gehaltene Kiſte aus. Auf dieſe Weiſe iſt man imſtande, aus verſchiedenen Säcken ziemlich gleich große Quantitäten zu entnehmen und zwar nicht nur von den oberſten Teilen der Waren, wie bei Entnahme mit der Hand, ſondern aus dem Inneren des Sackes.

Bei der geringen Mühe, die dieſe Art des Probeziehens bereitet, ſollte man nie verſäumen, mindeſtens den zehnten Teil aller Säcke einer Düngerſendung anzuſtechen. Man iſt dann ſicher, eine wirkliche Durchſchnittsprobe zu erzielen, ſoweit dies überhaupt bei derartigen Fabrikaten möglich iſt.

Die in der Kiſte geſammelte Probe, die bei einem einigermaßen bedeutenden Poſten ſtets einige Pfund wiegt, muß nun verkleinert werden. Man breitet ſie zu dieſem Behufe auf einer Tiſchplatte möglichſt gleichmäßig dünn aus und nimmt mit einem Uhrglaſe oder einem Löffel von allen Stellen der Fläche kleine Portionen in ein beſonderes Gefäß.

Dieſe Operation wiederholt man öfters, bis man die Probe auf etwa 1 Pfund verkleinert hat.

Dieſe Pfundprobe wird ſchließlich durch Reiben und Sieben(mit Hilfe eines Blechdurchſchlages) gehörig gemiſcht und zur Verſendung verpackt.

Manche Superphosphate haben die Eigenſchaft, beim

Fig. 32. Zerreiben ſchmierig zu werden, man überläßt dann das Miſchen am beſten dem Analytiker und ſendet dieſem daher die größere(1 Pfd.) Probe zu.

Schließlich ſei mir noch die Bemerkung erlaubt, daß man zum Verpacken von Düngerproben niemals Holz⸗ und Pappſchachteln, oder gar Papierſäcke, verwenden ſollte, da in ſolchen durch Verdunſten oder Anziehen von Waſſer das Muſter ſich leicht in ſeiner Zuſammenſetzung ändert. Man ſollte ſich für dieſen Zweck ſtets einer(zu verſiegelnden) Glas⸗ oder Blechbüchſe bedienen. Auch in dieſer Beziehung wird noch mancher Fehler gemacht.

Rümpler, Düngeſtoffe. 4. Auflage. 16