238 Gehalts⸗Tabelle.
Wir ſehen, daß auch hier das Kali größtenteils an organiſche Säuren gebunden iſt, wie dies ja eigentlich zu erwarten war, da das
Rohmaterial für die Elutionslauge dasſelbe iſt, wie für die Melaſſe⸗
ſchlempe. Wegen des Vorhandenſeins dieſer Säuren kann man übrigens auch von dieſen beiden Fabrikationsabfällen eine indirekt düngende Wirkung erwarten; in den Salzen derſelben ſind nämlich, wie jeder Chemiker weiß, die Phosphate des Eiſenoxyds und der Thonerde löslich. Dieſe Laugen wirken daher, abgeſehen von ihrem Stickſtoff⸗ gehalte, nicht nur als Kalidünger, ſondern auch als Phosphor⸗ ſäuredünger. Hierauf iſt wohl ihr ausgezeichneter Einfluß auf das Pflanzenwachstum zurückzuführen. Dieſe Eigenſchaft der Elutionslaugen würde doppelt wertvoll ſein, wenn es richtig iſt, wie in neueſter Zeit behauptet worden iſt, daß die Phosphorſäure ſich nicht mehr in kohlen⸗ ſaurem Waſſer löſt, ſobald ſie ſich zu baſiſch phosphorſaurem Eiſenoxyd verbunden hat.*)
Tabelle über den Gehalt der Kaliſalze.**)
S 5— 8 85
6 5 25 25 35 5
2
Es enthält ein Centner* 8 5 25 5 5
3 2 3 3
Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd
Schwefelſaures Kali, 96er.. 97,2 0,3 52,68 0,7 0,4 0,2 „„ 90 er 90,0 1,6 49,095 2,7 1,0 1,2 Chlorkalium, 98er— 98,0 61,84—— 0,5-1,0 „ 90 er..— 20,0 56,79-— 8—5 „„ 30 2.....— 30,0 50,48— 16-19 Schwefelſaure Kali Magneſia 50,4 2,5 27,20 34,0— ,5 Kainit..)21,3 2,0 12,80 14,5 12,4 34,6 Carnallit......)ß— 15,5 9,90 12,1 21,5 22,4 Sylvinit:....... 6,97 30,55 23,04 4,8 2,54 46,05 Bergkieſerit......— 11,8 ca. 7 21,5 17,2 26,7 Beſſeres Düngeſalz— cca. 50 cca. 31,55— 2(40— 50 Ordinäres Düngeſalz 9,73 11,01 12,22 6,73 10,24 45,51 Kohlenſaure Kali⸗Magneſia.. 2 2 17— 18——— Phosphorſaures Kali...——(26— 28——— Elutionslauge.......—— 2,36—— 0,56
*) Gerlach, landw. Verſ. Stat. 1895. **) nach Maercker's Durchſchnittsanalyſen berechnet.


