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und Decklauge(III ſ. unten) zum Teil
Löſen des Rohſalzes. 205
angebracht, auf welchem ſich der beim Auflöſen des Salzes verbleibende Rückſtand anſammeln ſoll. Letzterer wird durch das Mannloch b entfernt, die fertige Löſung läßt man durch das Rohr d und den Hahn e ab. Durch das Rohr reſp. Ventil c wird der zum Auflöſen des Salzes dienende Dampf eingelaſſen.
Bis hierher arbeiten ſämtliche Staßfurter und Leopoldshaller Fabriken im weſentlichen gleich, hier trennen ſich jedoch die Verfahrungs⸗ weiſen.
Die ältere und noch jetzt gebräuch⸗ lichere Methode iſt folgende: Der Löſe⸗ keſſel wird zuuächſt mit einem Gemiſch von Waſſer, Mutterlauge(wir bezeichnen dieſelbe mit II), Aufkochelauge(I ſ. unten)
gefüllt. Nachdem man dieſe Löſelauge nun durch direkt einſtrömenden Dampf
zum Kochen erhitzt hat, läßt man mittelſt M des Elevators, unter fortwährendem jj 1
Kochen, das Rohſalz in dieſelbe einfallen.
Dabei löſt ſich der Carnallit ſofort auf
und das ſpezifiſche Gewicht der Löſung N ſj ſteigt infolgedeſſen. Durch den aus⸗ 8 ſtrömenden Dampf ſoll zugleich eine Be⸗
wegung und Miſchung der Flüſſikeit 5 erzielt werden.*)
Hat das ſpezifiſche Gewicht der Löſung 32— 33° Baumé(an einer herausgenommenen Probe heiß gemeſſen) erreicht, ſo ſetzt man den Elevator in Ruhe, ſtellt den Dampf ab und läßt die Löſung durch Offnen des Hahnes e(Fig. 25) ablaufen.
Der im Keſſel verbleibende Rückſtand**) enthält neben viel Kieſerit und Kochſalz noch gewiſſe Mengen, 2— 4 Proz., von Kaliſalzen, und viele Fabriken ſehen ſich daher veranlaßt, denſelben nochmals mit einer geringen Menge Waſſer aufzukochen. Die entſtehende Löſung, ſog.
Figur 25.
*) Früher benutzte man Rührwerke für dieſen Zweck; die meiſten Fabriken haben dieſelben aber wieder verworfen, jedoch verwendet man jetzt vielfach Rührdüſen, d. h. Dampfdüſen, bei welchen der durchſtrömende Dampf die Flüſſigkeit mitreißt. Nach Dupré werden dieſe Düſen quer durch den Sieb⸗ aden gelegt, ſodaß die unter demſelben befindliche Löſung näch oben geſchafft wird.
**) Seit Jahren wird auch der Rückſtand in vielen Fabriken verwertet, nämlich entweder auf Kieſerit oder auf Glauberſalz(ſchwefelſaures Natron).
Zur Gewinnung des Kieſerits wird der Rückſtand einfach in einem


