Verwertung der Auswurfſtoffe. 21
zu gewinnen. Doch auch ſchon in ihrer jetzigen Form iſt die beſchriebene Methode empfehlenswert.
Zur Berechunng der Rentabilität dieſer Methode dienen folgende Zahlen:
Die feſten menſchlichen Exkremente enthalten:
77,2% Waſſer 1,0% Stickſtoff 2,99% Aſche,
in letzterer ſind enthalten:
0,25 Kali 0,16 Natron 0,62 Kalk 0,36 Magneſia 1,09 Phosphorſäure 0,08 Schwefelſäure 0,19 Kieſelſäure 0,04 Chlor.
Um nun 25 Ztr. trockene Exkremente zu erzeugen,(die noch ca. 10% Waſſer enthalten), müſſen 75 Ztr. Waſſer verdampft werden; dazu würde man etwa 25 Ztr. erdige Braunkohle, wie man ſie in einigen Teilen Norddeutſchlands findet, verbrauchen. Der Ztr. ſolcher Braunkohlen koſtet aber etwa 35 Pf., wenn nicht zu hohe Fracht darauf ruht; folglich würde man zur Herſtellung von 25 Ztr. Dünger an Kohlen für.......... Mk. 8,75 gebrauchen. Arbeitslohn und ſonſtige Unkoſten auf das Dop⸗
pelte dieſer Summe veranſchlagt... Mk. 17,50
Geſamtkoſten ca. Mk. 26,25
folglich würde 1 Ztr. Dünger etwa koſten Mk. 1,05.
100 Pf. des erzielten Düngers, vorausgeſetzt, daß die Exkremente ohne Zuſatz trockner Subſtanzen getrocknet waren, würden aber enthalten:
Stickſtoff 4 Pfd. à 65 Pf. pro Pfd..... Mk. 2,60 Kali 1 Pfd. entſprechend dem jetzigen Marktpreiſe
mit einem Werte von........„ 0,07 Phosphorſäure 4,36 Pfd. à 20 Pf..„ 0,87
Wert des Düngers Mk. 3,54 pro Ztr.
Nun würde dieſer Dünger allerdings ſeines doch immerhin noch niedrigen Gehaltes wegen nicht zu den höchſten Preiſen Verwertung finden können; nehmen wir aber den Verkaufswert desſelben nur zu 3 Mk. an, ſo dürfte dem Unternehmer doch noch ein ziemlicher Nutzen bleiben.
Für die Verarbeitung des Urins durch Faulenlaſſen und Deſtilla⸗ tion läßt ſich eine ähnliche Kalkulation aufſtellen, die jedoch nur dann


