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Ueber die Abarten der Merinoschafe, ihre Entstehung und Vervollkommnung / von Herrn Thaer
(vorgelesen den 8. März 1816)
Entstehung
Seite
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über die Abarten der Merinoschafe. 1

5) Eine einem gebornen Engländer, der sich bei Paris angesiedelt, Hrn. Parcker, gehörige. 5

6) Die des verdienstvollen Grafen Morel de Vindée, aus welcher wir aber nur Stöhre, worunter einige von ausgezeichneter Schönheit, andre sehr mittelmäſsig sind, und gar keine bedeutende Mütter er-

hielten*).

So krankhaft diese Thiere nach einer sehr beschwerlichen Winterreise hier angekommen sind, und so groſs der Verlust ist, den sie schon erlitten und noch erleiden werden, so ist es doch ein unschätzhares Geschenk, was der König seinem Lande gemacht hat, und der dafür bezahlte Preis ist in Hin- sicht des Vortheils, den sie bringen werden, unbedeutend. Es ist nicht zu leugnen, daſs sich viel Mittelmäſsiges und auch einiges ganz Schlechtes dar- unter befinde, aber auch manches so Vorzügliches, daſs es, auſser diesen Conjuncturen, zu erhalten vielleicht unmöglich gewesen wäre; gewiſs nicht

zu Napoleon'ss Zeiten.

Die aus den genannten Schäfereien gekauften Stämme sind mehr oder weniger, einige aber sehr auffallend in der Natur ihrer Wolle, auch in ih- rem Körperbau und ihrer Physionomie verschieden. Nicht alle aus einer und derselben Schäferei herkommende, aber doch die Mehrheit, haben ein eigenthümliches Gepräge. Würden sie ohne Auswahl bei der Begattung un- ter einander gemischt, so würden ohne Zweifel sehr tadelhafte Progenitu- ren entstehen, und viele Generationen erforderlich seyn, bevor sich wieder etwas Harmonisches bildete. Was also in den Stämmen charakteristische Ei- genheiten hat, muſs abgesondert in sich erhalten und fortgepflanzt werden.

*) Auch ward bald nachher eine beträchtliche Heerde, die von dem General Castella aus Spanien nach der Schweiz geschickt war, auf königliche Rechnung erkauft. Und wie nachmals die Herren Gebrüder B ö king den Rest der oben erwahnten Heerden zu Mal- maison und Ferté Beauharnois, so wie einen Theil der Chaptalschen zu Chanteloup, zu erstehen Gelegenheit gefunden hatten und sie dem Staate antrugen, wurden sie eben- falls auf allerhöchsten Befehl gekau ft und sämmtlich dem Stammschaferei-Institute

einverleibt.

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