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hen. Unter diesen ist ohne Zweifel die, welche die Bildung des Keims einer Krystallisation gleichsetzt, die aus der Verbindung zweier verschiede- ner Stoffe entsteht, wenigstens die einleuchtendste und analogisch begreif- lichste.. Wenn wir diese Theorien an die Erfahrung oder an die Erscheinun- gen halten, die uns, insbesondere dem Landwirthe, täglich vorkommen, so bleibt kein Zweifel übrig, daſs nur die dritte Classe der Wahrheit am näch- sten komine. Der gleiche oder fast gleiche Antheil, welchen der Vater um die Mutter an dem jungen Thiere haben, ist um so unverkennbarer und in die Augen springender, je heterogener das männliche und weibliche Thier war, was man zusammenbrachte.. 1
- Es fallen hierbei aber Verschiedenheiten vor, deren Gesetze noch nicht genugsam ergründet sind, und die man daher bis jetzt bloſs dem Zufalle zuzuschreiben geneigt ist. Zuweilen scheint es, daſs sich der Einfluſs beim Zeugungsakte 80 gleichmäſsig und so innig getheilt habe, dals der väterliche
und mütterliche Charakter in der ganzen Gestalt und Bildung aller Theile verrischt sey. Man kann mickhit sagen, daſs in diesem oder jenem Theile des Körpers das Väterliche und das Mütterliche vorherrsche,— es scheint zuweilen so, als ob man den Vater hier erblicke, wenn man das Thier von einer Seite betrachtet; dagegen aber fällt an demselbigen Punkte wieder das Mütterliche auf, wenn man eine andere Ansicht wählt. Jedermann wird dasselbe auch bei den menschlichen Physionomien bemerkt haben, und wie
verschieden die Urtheile sind, wenn von der Aehnlichkeit einer gegenwär- tigen Person mit dem Vater oder der Mutter, oder mit den Grolsältern, in einer Gesellschaft gesprochen wird. Zuweilen aber ist der gröſsere An- theil des Vaters oder der Mutter, an diesem oder an jenem Theile, oder auch am ganzen Charakter des Thiers, unverkennbar. Manche, die sich ins- besondere mit der Viehzucht beschäftigten, glaubten bemerkt zu haben, dals bei einer bestimmten Thierart dieser oder jener Theil des Körpers— die äuſsere Form oder die innere Organisation, das Temperament, gewisse nutz- bare Eigenschaften— sich mehr vom Vater, andere mehr von der Mutter vererbten. Eine weitere Umsicht aber, und schon der Widerspruch und die Verschiedenheit der Beobachtungen, welche diese und jene Praktiker für das Eine oder für das Andere anführen, zeigt, daſs hierin nichts Beständi- ges zu finden sey. Zuweilen ist aber auch bei einem jungen Thiere der einseitige Einfluſs des Vaters oder der Mutter in der ganzen Bildung un-
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