Teil eines Werkes 
Zweites Heft (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

47

nachgewieſene Reſultat des Wirthſchaftsjahres 1825 zu 1826, welches mit einem Minus von 1390 Rthlr. abſchließt, obwohl man auch die Ausgabe S. 43, den etwas geſunkenen Preiſen der Arbeit und anderer Lebensbeduͤrfniſſe gemaͤß, gegen den Durchſchnitt der Vorjahre nun uͤber 800 Rthlr. geringer annehmen durfte.

Von dieſem Jahre ab ſchien mithin dieſer Wirthſchaftsbetrieb nicht mehr gehoͤrig zu rentiren, weil die bisherige Pacht haͤtte um 4 ermaͤßigt werden muͤſſen, wenn Paͤchter ohne Zubuße ferner wirthſchaften ſollten. Bei Fortdauer der unguͤnſtigen Konjunktur wuͤrde dies wahrſcheinlich erfolgt ſeyn. Die Brutto⸗Einnahme betrug im Ganzen.......... 9230 Rthlr. Die Wirthſchaftskoſten beliefen ſich auf.............. 5270 Zur Pacht kamen alſo jetzt nur....... 3960 Rthlr. als gegenwaͤrtige Netto⸗Einnahme, mithin? 1. weniger, als e ein Jahr vorher⸗

Ein Morgen vom ganzen Areal trug hiernach im Brutto 4 Rthlr. 17 Gr. 7 Pf.

und an Wirthſchaftskoſten............ 2 16 11

mithin gab er noch rein...... 2 Rthlr. Gr. 8 Pf., ohne Abzug von etwaniger Grundſteuer und Gebäude⸗Erhaltung, worauf wohl 18 Gr. zu rechnen ſeyn möchten. Dieſer Ertrag iſt ſo gering, daß er die Subſiſtenz des Grundbeſitzers in der Re⸗ gel gefaͤhrdet. Vergl. was fuͤr dieſen Fall S. 14 unten und fruͤher(Beiſpiel A.) S. 37 und 38 mit mehreren daruͤber angemerkt worden iſt.

Dagegen geſtaltete ſich dies alles bis zum Schluſſe des Wirthſchaftsjahres 1825 hier und auch ſonſt mehrentheils ganz anders und zum Vortheil der Ackerkultur, ſelbſt auch unter nur mitt⸗ leren Koͤrnerpreiſen. Bis dahin ſtand das Brutto der Einnahme auf. 13964 Rthlr. der Betrag aller Koſten.................. 6133 mithin der Reinertrag.... 7831 Rehlr., Pacht und Profit, Nutzung des Eigenthuͤmers und des Wirthſchafts⸗ Dirigenten einſchließend.

Der Morgen vom Areal gab demnach als Brutto 7 Rthlr. 3 Gr. 11 Pf. hatte an Wirthſchaftskoſten zu tragen 3 3 3 und lieferte folglich an Reinertrag...... 4 Rthlr. Gr. 6 Pf, wovon gleichfalls fuͤr etwanige Grundſteuer und Neubauten noch etwa 18 Gr. abzuziehen bleiben. Die Pacht betrug pro Morgen 2 Rthlr. 17 Gr. 9 Pf., Paͤchter nutzte alſo den Morgen fuͤr ſich zu 1 Rthlr. 6 Gr. 9 Pf., worin er Zinſen ſeines Verlag⸗Kapitals und außerdem anſehnlichen Arbeits⸗Profit zog. Bei einer Pacht von 4 Rthlr. pro Morgen wuͤrde er in Pner Zeit Nichts gewonnen haben, weil die Summe aller Wirthſchaftskoſten die der Pacht um uͤberſtieg. Dieſe Verhaͤltniſſe ſind denen aͤhnlich, welche ich ſchon im Beiſpiele A. von S. 36 bis 39 aus ein⸗ ander ſetzte, weswegen ich darauf mich beziehe, indem ich hier abbreche.

Wenn ich aber beide Wirthſchaften in Bezug auf die Koſten ihrer Produktionen vergleiche, ſo ſcheint es mir, daß dieſelben bei C. geringer ſind, als bei A., weil dort von gleicher Flaͤche mehr Koͤrner, oder uͤberhaupt eine groͤßere Maſſe an Fruͤchten gewonnen wurde, waͤhrend den⸗