Teil eines Werkes 
Zweites Heft (1829)
Entstehung
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noch ſowohl Pacht⸗ als Wirthſchaftskoſten geringer ausfielen. Man ſehe die Zuſammenſtellung S. 31 und 32, und vergleiche mit den vorſtehenden Repartitions⸗Saͤtzen die von S. 38 im Kultur⸗Beiſpiele A. Um jedoch, nach der Form des bei letzterm S. 41 bis 46 angewendeten Verfahrens, auch hier eine ſummariſche, vergleichende Ueberſicht der Produktionskoſten zu geben, muß ich folgende Aufſtellung machen. 5

Die Summe aller Wirthſchafts⸗Ausgaben war durchſchnittlich 11483 Rthlr., welche von Seiten des Paͤchters, Nutznießers dieſer Wirthſchaft eingenommen und wieder ausgegeben werden mußten, um das ganze in Kultur ſtehende und ihm wirklich veranſchlagte Areal von 1950 Mor⸗ gen Acker und Wieſen, mit der von ihm Behufs der ganzen Nutzung angeordneten Viehhaltung, moglichſt eintraͤglich zu machen. Wuͤrde man jene Summe bloß auf die Ackerflaͤche vertheilen, ſo haͤtte der Morgen durchſchnittlich 5 Rthlr. 17 Gr. 8 Pf. zu tragen, mit Einſchluß des dar⸗ auf gehaltenen Viehes. Da hieraus aber weder fuͤr die Branche der Viehzucht, noch fuͤr die des Ackerbaues, die erforderliche Ueberſicht hervorgeht, und da es auf die letztere hier abgeſehen iſt, ſo muß zu folgender Rechnungs⸗Erweiterung geſchritten werden.

Zuerſt iſt von der Summe der ganzen Wirthſchafts⸗Ausgabe wegen der Schaͤferei, die als ein fuͤr ſich beſtehendes und einen Neberſehuß gewaͤhrendes Ganze zu betrachten iſt, abzuſetzen:

1) An Pacht, incl. Agio von 3 Gold....... 330 Rehlr. 2) Fuͤr 2400 Ctr. Heu, à Gr., auf hacht und Wartungskoſten.. 350 3) Fuͤr 1000 Stuͤck Oelkuchen.... 55 4) Auf Bekoͤſtigung der Schafer, Schrotelohn 2c.....1495 5) Kapitalzinſen................. 500 6 Insgemein..................... 45 1495 Rthlr.

Die ſonſt noch vorkommenden Ausgaben fuͤr gekauftes Vieh, fuͤr Waͤſche und Schur, Uten⸗ ſilien ꝛc. ſind in den allgemeinen Wirthſchaftskoſten nicht enthalten, ſondern bei der Schaͤferei⸗ Einnahme gleich in Abzug gebracht, mithin hier nicht zu beruͤckſichtigen. Wegen der Pferde⸗, Rindvieh⸗, Schweine⸗ und Federvieh⸗Haltung iſt ebenfalls nichts in Abrechnung zu bringen, weil alle dieſe Zweige der Viehzucht, weder jeder fuͤr ſich, noch alle zuſammen, einen Reinertrag geben, ſondern, wenn man ihre Einnahmen mit den darauf verwendeten Koſten an Geld und Naturalien, nur zu ſehr geringen Saͤtzen, vergleicht, ein bedeutendes Minus erſcheinen laſſen. Letzteres muß dem Ackerbaue, der wirklich kultivirten Ackerflaͤche zur Laſt geſtellt werden, weil dieſe ganze Viehzucht der Ackerkultur, der Einrichtungen halber, welche dieſe forderte, gehalten wurde. Auf das, was etwa durch uͤbel berechnete Verhaͤltniſſe dabei verloren ging, kommt es hier weiter gar nicht an, weil es ſich uͤber das handelt, was war, und nicht uͤber das, was unter andern Umſtaͤnden haͤtte ſeyn koͤnnen. Wenn nun von ber ganzen Wirthſchafts⸗Ausgabe zu 11483 Rthlr. nur die auf den Rein⸗ ertrag der Schaͤferei in Ausgabe zu ſtellenden 1485 Rthlr. abzuziehen ſind, ſo verbleiben in einer

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