Teil eines Werkes 
Zweites Heft (1829)
Entstehung
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Da dieſelbe 300 und mit Einſchluß des Schaͤferviehes 340 Stuͤck hielt, ſo kommt auf das Stuͤck an Heu und Surrogat(Koͤrner excl. Hafer und Kartoffeln) zur Winterfutterung auf etwa 145 Tage pptr. 130 Pfd., und an Erbsſtroh 145 Pfd., an verſchiedenem Stroh gewiß 300 Pfd., welche fuͤr die Art des Viehes eine vollkommen ausreichende Nahrung abgeben. Der Wollgewinn war im Durchſchnitt von 300 Stuͤcken 32 Stein und 14¼ Stein Lammwolle; jene galt 85 Thlr., dieſe die Haͤlfte. Der Verkauf von 40 bis 50 Stuͤck Vieh und den Sterbefellen ergab etwa 90 Thlr. 5 Der Rindviehſtand, welcher aus 40 Stuͤck Alt und Jung zuſammengeſetzt und zu 32 Stuͤck alt Vieh zu ſchaͤtzen iſt, erhielt zu ſeiner Ernaͤhrung im Ganzen und Allgemeinen: 15 Tage im Feuͤhling Weitzenſchroͤpfe, dann. 1³30 ⸗Luzerne und Klee im gruͤnen Zuſtande, etwa 4500 Ctr., welche auf den Kopf taͤg⸗ lich 119 Pf:d. lieferten. 20 Wieſen⸗ und Stoppelweide. 200 ⸗⸗ Winterfutter, und zwar:* 115 Schfl. oder 8625 Pfd. Gerſte..... odber(10= 19) 16387 Pfd. Heu

300 24000 Kartoſfeln....(2⸗= 1) 12000. 1850, 129500 ⸗⸗Ruͤben..(4⸗= 1) 32375. 2550 Ctr. 2803500 ⸗⸗ Kohl....(6⸗ 1) 46750.

250 27500 Heu.... 2/500

Im Ganzen 135012 Pfd. Heu. Die gegebenen 20 Schfl. Hafer habe ich den Kaͤlbern angerechnet, 3 auch Oelkuchentrank nicht weiter berechnet.

Zur Viehmaſt fuͤr den Wirthſchaftsbedarf ſetze ich auch auab. 7012

Es verbleiben mithin fuͤr 32 Stuͤck Altvieh auf 200 Tage... 128000 Pfd. Heu.

oder pro Stuͤck 4000 Pfd., und taͤglich 20 Pfd. Heu. Hierzu kommt aber noch eine reiche Gabe von Weitzen⸗ und Hafer⸗Spreu, von Weitzen⸗, Gerſten⸗ und Haferſtroh, ſo daß die taͤgliche Ra⸗ tion pro Stuͤck auf 25 bis 30 Pfd. Heu, und hoͤher noch, als die Sommerfuͤtterung anzuſchlagen ſeyn mag. 61.

Die Futtergewaͤchſe ſind zwar nach der Einnahme⸗ und Ausgabe⸗Tabelle Seite 5 und 6 nur in runden Zahlen abgeſchaͤtzt und berechnet, jedoch iſt dies genau genug geſchehen, um das Reſultat als der Wirklichkeit ganz entſprechend und unbedenklich anzunehmen.

Das Vieh war Oldenburger Schlages, wog etwa 700 Pfd., und gab durch die Molkerei⸗ Nutzung einen Durchſchnitts⸗Ertrag von 272 Thlr. jaͤhrlich, jede Milchkuh, 27 Stuͤck angenom⸗ men, alſo 10 Thlr., wobei der Wirthſchafts⸗Bedarf an Milch, Butter, Kaͤſe, Schlachtvieh u. ſ. w. uberdies erfolgte. Vergl. hiermit Abhandlung A Seite 28 und 33.

Die Abwartung dieſes Viehſtandes erforderte zwei Leute. 5. * Die