249
unſer Fruchtbau dabei leidet, ſondern ſich im Gegentheil im Ertrage vermehrt. Die franzoͤſiſchen Landverhaͤlt⸗ niſſe ſind dagegen in den meiſten und ſtaͤrker bevoͤlkerten Gegenden, wie Hr. v. Gasparin zeigt, durchaus nicht guͤnſtg. So wie in andern Gegenden die hochfeine Schaafzucht wegen Mangel an Cultur und Bevoͤlkerung nicht gedeihen wird; ſo ſteht ihr in Frankreich ſchon zu hoch getriebene Cultur und uͤbergroße Bevoͤlkerung haͤufig im Wege.— Moͤge man daher immerhin unſere feine Wolle durch hoͤhere Impoſtirung abſperren wollen, man wird ſich dadurch nur ſelbſt ſchaden, weil man ihrer nicht entbehren kann, wie England neuerlich gezeigt hat. Endlich wird man doch erkennen muͤſſen: quid quaevis ferat regio,
quid ferre recuset;
und ſich durch Austauſch der angemeſſenſten Producte jeder Gegend am vortheilhafteſten Alle aneignen lernen.
Dies glaubte ich ſagen zu muͤſſen, um vielleicht manchen meiner Leſer alle Beſorgniſſe bei verſchiedenen Aeußerungen der Verfaſſer zu benehmen und ihnen ſo den Genuß dieſer Schrift noch erfreulicher zu machen.
Mit Verlangen erwarte ich den zweiten Theil, der mir vielleicht noch mehrere Veranlaſſung geben wird, meine Erfahrungen und Anſichten mit denen der Verf. zu vergleichen und mich uͤber Manches noch beſtimmter auszuſprechen.
17


