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Infantados geſehen; bei den vielfachen Kreuzungen, welche ich mit dieſen Raßen beobachtet habe, fanden ſich wohl an einer Stelle etliche Electoralflocken, aber nie uͤber den ganzen Haupttheil des Vließes, ſo lange noch die ſchwieligen Falten da waren und der Koͤrper⸗ bau der Infantados. Das Hinuͤberfuͤhren der einen Raße zur andern kann wohl nie vortheilhaft ſeyn: man bleibe bei der, die man hat und ſuche ſie in ihren eigenthuͤmlichen Qualitaͤten zu vervollkommnen,— wozu auch die Infantadoraße an ſich felbſt ſehr faͤhig iſt— oder man ſchaffe ſich einen andern Stamm an. Wahr⸗ ſcheinlich werden die Verf. im zweiten Theile mir wohl mehr Gelegenheit geben, mich daruͤber zu erklaͤren; hier wollte ich nur ihren zu allgemeinen und uͤbertriebenen Tadel der Infantados moderiren. Ueberdies aber ſchei⸗ nen mir die Verf. die Neichwolligkeit der Electoralraße, die, unbeſchadet der Feinheit, ſehr cultivirt werden kann, zu wenig zu wuͤrdigen.
Wir koͤnnen es den Verfaſſern keineswegs verargen, wenn ſie ihre Landleute auffordern, uns aus dem Sat⸗ tel— oder vielmehr aus der Wolle zu heben, worin wir ſo feſt ſitzen. Vielmehr muͤſſen wir ihnen fuͤr die Lection danken, die wir hier beilaͤufig erhalten. Vorerſt hat es nichts damit zu ſagen: denn, obwohl ich zugebe, daß die Nazer Schaͤferei recht feine und ſchoͤne Thiere haben mag, ſo getraue ich mir doch zu behaupten, daß wir allein im preußiſchen Staat jedem derſelben Hundert an die Seite ſtellen und eine bedeutende Menge aufweiſen koͤnnen, die ſie uͤbertreffen. Wir muͤßten ent— weder auf unſern Lorbeeren einſchlafen— was unſer


