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anlocken wird, ſo lange unſere Qualitaͤten ſich nicht ver⸗ beſſern. So wie unſer Erfolg entſchiedener wird, werden wir ihnen jene ſuperfeinen Wollen, deren Preis bei dem Fall der uͤbrigen ſo hoch geblieben iſt, genugſam liefern koͤnnen. Und wenn der Bedarf unſerer Fabriken befriedigt iſt, ſo koͤnnen wir vortheilhaften Abſatz nach England, den ver⸗ einigten Staaten u. ſ. w. vorzugsweiſe vor den ſaͤchſiſchen Producenten finden; denn unſere Lage gewaͤhrt uns hier⸗ bei bedeutende Vortheile. Endlich, wenn man uns allent⸗ halben nachahmt, und wenn die zahlreichen Heerden im Auslande ſich ebenfalls mit der Zeit vervollkommnen, wird freilich auch der Preis der ſuperfeinen Wolle ſinken; aber wir behalten doch den Vortheil, zuerſt dieſen Weg der Vervollkommnung gewaͤhlt zu haben, beſonders aber den, den beſten Fabriken in der Welt, das beſte Material im Einlande liefern zu koͤnnen. Wenn wir dagegen die Frem⸗ den allein auf dieſem Wege vorlaſſen, ſo muß unſer Land⸗ bau die Production der feinen Wollen aufgeben, weil ſie dann nur nachtheilig fuͤr ihn ſeyn koͤnnte.
Wir glauben nicht, daß es noͤthig ſey, den Einwurf zu beantworten, daß die ſuperfeine Wolle ausſchließlich nur zu gewiſſen Verwendungen geeignet ſey, und daß da— her ihre zu große Erzeugung laͤſtig werden koͤnne: ſo lange man nur Vließe von dieſer hohen Feinheit bei Hunderten in Frankreich zaͤhlt, kann ein ſolcher Einwurf nicht ernſt⸗ lich gemeint ſcheinen. Aber angenommen, daß wir nach einer langen Reihe von Jahren einen Ueberfluß von dieſer Wollart ſowohl zum eignen Gebrauch als zur Ausfuhr bekaͤmen, giebt es denn wohl irgend eine Benutzung, wozu nur mittelfeine Wollen dienen koͤnnen und wozu die ſu⸗


