Druckschrift 
Über Wolle und Schaafzucht / von Vicomte Perault de Jotemps, Fabry und Girod, Gesammt-Eigenthümer der Heerde zu Naz. ; Aus dem Französischen übersetzt und nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Woll- und Schaafkenntniss in Deutschland bearbeitet von Albrecht Thaer
Entstehung
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ſicht ausgeſchloſſen wird. Die Erſparung bei den Erzeu⸗ gungskoſten betraͤgt in einigen Ländern die Haͤlfte, ja ſo gar drei Viertel von denen, die wir verwenden muͤſſen, und Hr. Pictet von Nancy ſchaͤtzt ſie auf ſeinen Colonien bei Odeſſa zu acht Neuntel.

Um den Einfluß der feinen fremden Wollen auf den Marktpreis der feinen franzoͤſiſchen Wollen zu beurtheilen, darf man nicht einmal bei der Importation der letzten Jahre, deren Reſultat wir angegeben haben, ſtehen bleiben. Es iſt entſchieden, daß eine groͤßere Maſſe dieſer Wollen ganz neuerlich eingefuͤhrt ſeyn wuͤrde, wenn der Preis der franzoͤſiſchen nicht ſo enorm geſunken waͤre, der neuen Auflage auf die fremde Wolle ungeachtet. Es iſt mehr der Zufluß dieſer feinen fremden Wollen auf den Haupt⸗ maͤrkten von Europa, als unſere wirkliche Einfuhr, was die unſrigen herabgewuͤrdigt hatz und wenn man nicht den Eingangszoll bis zu einem Satz erhoͤht, der einem vöͤlligen Einfuhrsverbote gleichkommt, ſo werden wir uns gegen die Wirkung dieſer Concurrenz doch nie ſchuͤtzen koͤnnen.

Aber, welche große Nachtheile wuͤrde eine ſolche Maaß⸗ regel auf der andern Seite haben?Wuͤrde ſie nicht den Wohlſtand unſerer Fabriken ganz unterdruͤcken, und iſt es nicht deren Wohlſtand, was unſerer Production Leben giebt? Wuͤrden die Ausfuhrpraͤmien, wenn ſie auch ſehr betraͤchtlich waͤren, den geringeren Preis des rohen Mate⸗ rials in auslaͤndiſchen Manufacturen aufwiegen, und wenn dieſe Praͤmien, die uͤberdies gaͤnzlich dem Schatze zur Laſt fielen, nicht zureichten, in welche Gefahr wuͤrden wir un⸗ ſere Fabriken verſetzen? Waͤren ihre Handelsverbindungen