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welche unmittelbar den Keim des Haares umgeben. Die⸗ ſer Keim des Haares ſchießt fort bis zu der Hautoͤffnung, die ihm den Durchgang geſtatten ſoll, und trennt ſich hier von der aͤußern Haut der Zwiebel. Wenn die Haarſpitze bis zum Oberhaͤutchen dringt, ſo hebt ſie ſolches in die Hoͤhe, ohne es zu durchbohren, und bildet ſich dar— aus eine Scheide, die ſich genau mit derjenigen vereinigt, welche ihr das innere Haͤutchen der Zwiebel gegeben hatte.
Einige Phyſiologen haben behauptet, daß das Haar kein roͤhriger Koͤrper ſey, daß kein Saft in ſeinem Innern zirkulire, und daß es nur durch Anſetzung(juxta position) wuͤchſe, das heißt, daß ſich jeder ſeiner Theile an der Wurzel bilde, und dann die ſchon gebildeten Theile vor⸗ waͤrts ſchoͤbe. Dieſe Meinung aber wird von andern be⸗ ſtritten. Ohne uns auf dieſen Streit einzulaſſen, muͤſſen wir doch geſtehen, es ſey uns viel wahrſcheinlicher, daß das Haar ſich ernaͤhre und wachſe wie eine Pflanze, ver⸗ mittelſt des Umlaufs einer Fluͤſſigkeit, die es anfuͤllt und erweitert, und daß es nach der Meinung des Dr. Derham ein Organ der unmerklichen Tranſpiration ausmache. Die Poroſitaͤt des Haargewebes, folglich auch der Wolle, giebt ihm alſo das Vermoͤgen auszuhauchen, mit welchem das Einzuziehen verbunden iſt.
Wenn wir von dem Einfluß der Feuchtigkeit reden, werden wir Gelegenheit haben, die Wichtigkeit der letztern Eigenſchaft zu betrachten.
Wir erwaͤhnen hier eines Satzes, der von mehreren Naturforſchern ausgeſprochen worden, und der unſerer Einſicht nach nicht widerlegt iſt, naͤmlich, daß die Form des Haares geſtaltet werde, durch die Bildung


