Druckschrift 
Über Wolle und Schaafzucht / von Vicomte Perault de Jotemps, Fabry und Girod, Gesammt-Eigenthümer der Heerde zu Naz. ; Aus dem Französischen übersetzt und nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Woll- und Schaafkenntniss in Deutschland bearbeitet von Albrecht Thaer
Entstehung
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zuvor gewiſſe Begriffe feſtzuſtellen und die darauf Bezug habenden Definitionen zu geben, um dann jenen zweck⸗ maͤßig zu behandeln.

Wir werden dann zur Unterſuchung der verſchiedenen Arten von Wolle auf dem Koͤrper der Thiere, der Laͤmmer ſowohl als der ausgewachſenen, uͤbergehen.

Und endlich werden wir von der Schur, von der Claſ⸗ ſificirung der Vließe, von der Sortirung der ungewaſche⸗ nen Wolle, von der Waͤſche, vom Werth der Wollen, von ihrem Verkauf ſprechen, und zuletzt den Entwurf eines Plans zu einem neuen Inſtitute, deſſen Errichtung den Heerdenbeſitzern ohne Zweifel ſehr intereſſant ſeyn wird, vorlegen.

Das erſte Capitel dieſes Theils iſt natuͤrlich etwas abſtract; es erfordert daher eine ſchaͤrfere Aufmerkſamkeit, die wir unſere Leſer ihm zu widmen bitten. Wir haben uns unſererſeits ſorgfaͤltig gehuͤtet, irgend einer Theorie Raum zu geben, deren Richtigkeit und Nutzbarkeit nicht durch die Praxis beſtaͤtigt war.

Der zweite Theil unſers Werks wird die Schaafe ſelbſt zum Gegenſtande haben, und wir werden uns bemuͤhen, die mannigfaltigen Fragen zu ergruͤnden, welche ſich auf die Anzucht dieſer koͤſtlichen Thiere beziehen. Obwohl wir nur die Merinoraße im Auge haben, ſo werden wir doch auch das Studium der Landracen nicht verſaͤumen und uns mit den Kreuzungen beſchaͤftigen*).

*) Es ſcheint aber, als ob uns dieſer zweite Theil vorerſt noch vorbehalten bleiben werde.

Anmerk. d. Ueberſ.