N
was aber nur hoͤchſt ſelten wegen beſonderer Umſtaͤnde geſchieht— nach reiner Braache kom⸗ men, nehme ich 15 p. C. Thaͤtigkeit an, gleich, ob dieſelben nach Cerealien oder Braachfruͤch⸗ ten folgen.
Den Ertrag der Brachfruͤchte getraue ich mir nicht voraus zu berechnen. In einem der letztern Hefte der Moͤgliner Annalen iſt zwar der Verſuch gemacht worden, dies, ſcheint mir aber, wird ſelten die Natur durch den Durchſchnitts⸗Ertrag rechtfertigen, indem meiner Erfahrung nach die Ernte derſelben vielmehr von der Jahreswitterung und der feuchtern oder trocknen Lage der einzelnen Felder, als von dem Reichthum und der gewoͤhnlichen Thaͤtigkeit des Bodens abhaͤngt. Gerade dies iſt aber, meiner Ueberzeugung nach, der ſicherſte Beweis, daß dieſe Gewaͤchſe theils ſehr wenig, theils gar nicht ausſaugen; denn angenommen: 1 Metze große gelbe Kartoffeln haͤtten ſo viel Nahrungstheile als ½ Metzen Roggen, ſo muͤßte die Metze 11I Pfund Dung ausſaugen. Der Ertrag der Gerſte als folgende Ernte hat mir aber bewieſen, daß der Durchſchnitts⸗Bruttoertrag von 50 oder 43 Metzen Reinertrag auf Joch nur 1110 Pfd. Dung, daher die Metze Reinertrag nur 26 Pfund Dung ausſauge. Viele, ſo wie der Verfaſ⸗ ſer jenes Aufſatzes in den Annalen, legen der Metze Kartoffeln circa 1 Centner Dung Ausſau⸗ gung bei, glauben jedoch dagegen, daß die ſtarken gewoͤhnlich darauf folgenden Gerſtenernten, durch die nach der guten Bearbeitung des Feldes entſtandene Thaͤtigkeitsvermehrung, erfolgten. Wenn dies aber wirklich der Fall waͤre; ſo muͤßte dieſe Thaͤtigkeit doch mit der Zeit wieder er⸗ ſchlaffen und dadurch die auf den Klee folgende Halmfrucht ſo wie alles nachkommende um deſto mehr zuruͤckſchlagen, was doch, wie die aufs genaueſte verfaßten Berechnungen der einzelnen Felder beweiſen, keineswegs der Fall iſt. Mir bleibt daher vernuͤnftiger Weiſe nichts uͤbrig, als entweder an obige ſehr geringe Ausſaugung der Kartoffel zu glauben, oder dem Klee noch eine groͤßere reichthumsvermehrende Wirkung als per— Joch im erſten Jahr von 14 und im zweiten Jahr von 7 Centner Dung zuzuſchreiben. Zu letzterem finde ich mich um ſo weniger bewogen, als ich die Verdienſte des Klees dadurch ſchon hinreichend gewuͤrdiget zu haben glaube. Der Winterraps und Ruͤbſen, die ausſaugendſten von allen Braachfruͤchten, ſcheinen mir auch dieje⸗ nigen zu ſeyn, deren Ertrag ſich aus der Fruchtbarkeit(dem Produkt des Reichthums und der Thaͤtigkeit) am erſten berechnen ließe, jedoch unter der ausdruͤcklichen Bedingung: daß er we⸗ der durch Auswinterung noch durch Inſekten gelitten hat. Die Drillkultur giebt dabei ſicher deshalb einen ſtaͤrkern Ertrag, weil ſie die Thaͤtigkeit erhoͤht.
Als Beweis uͤber alles oben geſagte, berufe ich mich auf den genauen Auszug der Rech⸗ nungen meiner Felder und ihrer Ernten und will hier nur einige Beiſpiele— um mich uͤber das obige zu verſtaͤndigen— anfuͤhren.
Es haͤtte daher 1 Joch Feld 300 Grad Reichthum, wuͤrde in 3 Theile getheilt, 3 Joch


