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Beitrag zu Thaers Theorie über das Verhältniß der Ernten zur Fruchtbarkeit des Bodens / Vom Herrn Ritter v. Riese
Entstehung
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7 Die reine Braache auf ½ Joch, an Vermehrung des Reichthums durch ein⸗

geackertes Unkraut und Dinger des Weldeviehes= 2 7* Grad, Klee auf½ Joch, da es zu weitlaͤuftig waͤre, jedesmal den Ertrag deſſelben zu berechnen: im Durchſchnitte im erſten Jahre= 2 14 2 zweiten⸗ 2. 7*

Die Ausſaugung beſtimme ich folgendermaaßen:

1 Metzen Korn Reinertrag=. 3... 55 Grad, 1 Weitzen 2 2 2 2 2 2 1 Gerſte 2 2 2 3 3¹ʃ. 1 21 sHafer 4= 2 2155 1 Winter⸗ oder Sommer⸗Röuͤbſen gleich, ungeachtet erſterer mehr Oel

enthaͤlt, dagegen aber durch ſeine abgefaulten Blaͤtter dem Boden etwas

zuruͤck giebt, wegen Unbedeutenheit des Saamens, Bruttoertrag 112 1 Centner Kleeſaamen, Bruttoertrag. 2 1 18 3 Joch Kartoffeln und alte Ruͤben, welch letztere aber nie ſtark gebaut wur⸗

den, ganz abgeſehen, ob der Ertrag hoch oder gering waͤre,= 112 3 Joch Flachs und Hanf, welche aber nicht immer und dann auch nur ſehr

im Kleinen gebaut wurden,= 2 165☛ 3 Joch Erbſen, Bohnen, Wicken, Linſen und Wuchweitzen reif geerntet, gleich⸗

falls von dem Ertrag ganz abſtrahirt 2 117

3 Joch obiger Haͤlſenfruͤchte und Ruͤbſen, auch wenn ſie als Miſchling mit Ha⸗ fer vermiſcht waren und gruͤn verfuͤttert oder abgeweidet wurden.

Was aber die Thäͤtigkeit betrifft, ſo nehme ich dieſe nach Prozenten an und ſage, daß meine Felder im Durchſchnitt nach reiner Brache eine Thaͤtigkeit zu Winterweitzen von 24 p. C., zu Winterroggen aber von 21 p. C. äußern. Das heißt: daß ſie nach derſelben dem erſten 6, dem zweiten e ihres Reichthums im Extraktivſtoff verwandelt ablaſſen und daher die Ernte vom erſtern mit einer Fruchtbarkeit von 24, vom letztern aber von 21 Grad erfolge.

Fuͤr Weitzen nach Vorfruͤchten gewoͤhnlich der vorzuͤglichern, naͤmlich Klee und Rüb⸗ ſen nehme ich 2s Thaͤtigkeit an und bemerke nur, daß die 3 erſten Jahre, wo ich Kleewei⸗ tzen bauen konnte, 1814, 1815, 1816, dies groͤßtentheils einfurchig geſchah, ich ſeitdem aber durch die Erfahrung von der Nothwendigkeit und Nuͤtzlichkeit einer oͤftern Beackerung belehrt, demſelben beinahe durchaus 3 Ackerungen gebe.

Fuͤr Roggen nach Vorfruͤchten, dann fuͤr Gerſte und Hafer, ſelbſt wenn letztere