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Beitrag zu Thaers Theorie über das Verhältniß der Ernten zur Fruchtbarkeit des Bodens / Vom Herrn Ritter v. Riese
Entstehung
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Erbſen zum Reifwerden, Joch Wicken zum Gruͤnfutter gebaut, 4 Joch aber reine Brache gehalten, ſo wird in einem Mitteljahre in meiner Lokalitaͤt der Erfolg vermuthlich folgender

ſeyn, wenn alle drei Stuͤcke mit Winterroggen und dann Hafer beſaͤet werden:

3Joch 100 Grad. Joch 100 Grad. Joch 100 Grad.

Iſtes Jahr, 5. Erbſen 115⸗ gruͤne Wicken ⸗reine Brache 7 Reſt des Reichthums 8875- 100 107 2tes Jahr Roggen, Thaͤtigkeit womit mul⸗ tiplizirt wird 2 2, 2 5⸗ Giebt Fruchtbarkeit. 1475⸗ 15 2

Da nun 1 Metze Roggen 558 Grad

Fruchtbarkeit erfordert, ſo erfolgt fol gender Reinertrag- 2 Mtzn. 9/z)ßl. 3 Mtzn. I1Imßl. 4 Mtzn. 1fl. Verbleibt Reichthum 2415 Grad. 85 Grad.. 9578 Gr.

ztes Jahr Hafer, Thaͤtigkeit womit mul⸗

N

5 5

tiplizirt wird. 2 15 1‿⸗ Giebt Fruchtbarkeit* 11 Grad. 12165 Grad. ²2 1228 Gr.

Da nun 1 Metze Hafer 2155 Grad Fruchtbarkeit erfordert, ſo erfolgt fol⸗ gender Reinertrag ⸗2 a4Mtzn. zmßl. 4 Mtzn. gmßl. 4 Mtzn. 10 mßl. Ich wiederhole hier, daß 2 Metzen auf Joch, 3 Scheffel auf den Berliner Morgen betraͤgt. Es ſcheint mir noͤthig, ungeachtet ſich meine Fruchtfolge aus der beiliegenden Felder⸗ berechnung genau ergiebt, doch im Allgemeinen etwas hieruͤber zu ſagen. Ich gab oben meine Felder bei der Uebernahme mit Anfang 1811 im sjaͤhrigen Duͤngerſtand ſtehend an. Dies iſt aber ſo zu verſtehen, daß kaum die Haͤlfte alle 9 Jahre Duͤnger, die andere Haͤlfte aber ſeit Menſchen⸗Gedenken keinen erhalten hatte. Ich fuhr fort beinahe allen Duͤnger bis 1815 auf erſtere zu verwenden, und ſuchte auf dieſer folgende éfeldrige Fruchtwechſelwirthſchaft zu der ich noch vom Jahr 1800, wo ich(damals 13 Jahr alt) Thaers Einleitung zur Kennt⸗ niß der engliſchen Landwirthſchaft geleſen, eine alte Anhaͤnglichkeit hatte, einzufuͤhren: 1) Kartoffeln in Dung, 4 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Weitzen, 5) Erbſen, 6) Roggen.