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Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
Entstehung
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( 246) Leibeigenſchaft mit Umſicht und Ueberlegung ſich vorgearbeitet hatte. Dort wo ſonſt zerfallene

Wohnungen, aͤrmliche Menſchen, verkuͤmmertes

Vieh und kaͤrgliches Getreide einheimiſch war, fand

ſich in kurzer Zeit alles wie umgezaubert; ganze

ſterile Flaͤchen waren nun beduͤngt, bemergelt, mit Erdwaͤllen, Graͤben und lebendigen Hecken umge⸗ ben. Nun iſts nicht mehr Noth, die herrſchaftli⸗ chen Waldungen und Gehege auszupluͤndern, da

der jaͤhrliche Turnus von den Knicken wenigſtens das nothwendigſte Buſchholz liefern kann. Nicht naͤchtlich darf der arme Bauer den Feldern ſeines

Herrn und Nachbars ſchaden; indem da, wo

ſpaͤrlich nur das Haidebluͤmchen wuchs, jetzt

Weizen, Rocken, Klee und Gerſte prangen. Statt daß ſonſt nach dem Knall der Voͤg⸗

tepeitſche ſich der Menſchen wie der Thiere

Fuͤße nur bewegten, ſo treibt der Sonne Stand,

wie eigene Wohlfahrtsſorge hier jeden nun, um

nach Verhaͤltniß des Beſitzthums die Fruͤchte ihres Fleißes dem Herrn und Koͤnig darzubrin⸗ gen. Doch die Regierung ging auch allen erſt mit Beiſpiel und Aufopferung voran. Alle Communen wurden auf Verlangen aufgetheilt, arrondirt und eingefriedigt, wo es moͤglich war bekam der Hufner ſein Gehege oder Torfmoor,