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Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
Entstehung
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(29) Umſtaͤnde die Bildung der großen Guͤter daſelbſt beguͤnſtigt haͤtten, ſo wuͤrden ſie nicht entſtanden ſeyn, nicht untheilbar ſcheinen. In Holſtein und Schleswig iſt es ſchon ganz anders. In Koppelwirthſchaft liegende Guͤter laſſen ſich recht gut verkleinern, ganz oder theilweiſe parzeliren, wenn ſich Anbauer ſinden. Ich wuͤßte nicht, wo es beſſer geſchehen koͤnnte, als auf einer ausgele⸗ genen Dreiſchkoppel. Die Anbauer koͤnnen ſich da ſogleich hineinſetzen und ihre Einrichtungen treffen, umbrechen und bauen was ſie wollen, weil ſie lauter fruchtbares Land haben, und mit ihrem Vieh benutzen, was ſie mit dem Pfluge ſo⸗ gleich nicht zwingen koͤnnen oder wollen. Man findet dort auch die Koppelwirthſchaft allgemein auf ſehr kleinen Stellen relativ vortheilhaft. Den groͤßeren Bauerhoͤfen hat man zwar gewoͤhn⸗ lich 70 Tonnen Land oder ppt. 158 Morgen, den kleinen 30 Tonnen oder ppt. 64 Morgen, meh⸗ rentheils ohne alle Wieſe, immer ohne Huͤtung, gegeben; die groͤßeren haben aber ihre Hoͤfe nach⸗ her haͤufig getheilt und zuweilen findet man noch kleinere. Auch die kleinen liegen groͤßtentheils

in 10 Koppeln, wovon 5 zu Graſe liegen, theils

gemaͤhet, theils behuͤtet„ die andern 5 beſtellt werden. Jede iſt rings umher mit einem Wall