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Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
Entstehung
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( 15) anſtatt daß ſie ſonſt der Hauptwirthſchaft unter⸗ geordnet waren, nur lediglich um derentwillen da waren, und dazu wirkſam ſeyn mußten, nun im Gegentheil den gutsherrlichen Wirkungskreis

haltung der Bauern und baͤuerlichen Nahrungen blieb

immer Verpflichtung des Gutsherren, und von der

Zeit an, wo ein ganz anderer Geiſt, der merkantiliſche, an die Stelle des ritterlichen, des patriarchaliſchen, und zugleich der Soldat an die Stelle des Ritterdien⸗

ſtes trat, ſchrieb jede Landeshoheit daruͤber poſitive

Geſetze vor, die mehr oder minder zum Vortheil des gewinn und herrſchſuͤchtigen Adels waren, je nachdem der Hof und die Landesregierungen mehr oder minder unter ſeinem einſeitigen Einfluß ſtanden oder auch je nachdem edelmuͤthigerer Adel dieſe poſitiven Vor⸗ ſchriften minder noͤthig machte, und er ſelbſt den Bau⸗ ern Freiheit und zureichenden Unterhalt ließ und von die⸗

ſen keine Klagen erhoben wurden.

Wenn nun der ſo entwickelte Zuſtand nach der Lage der Dinge nicht weiter beſtehen kann, wenn die aner⸗ kannten vernunftmaͤßigen Vorſchriften der National⸗ Oekonomie es der Regierung zur Pflicht machen, ihn abzuaͤndern, ſo muß ſie auch das unverkennbare ur⸗ ſpruͤngliche Anrecht des Bauern am Grund und Bo⸗

den erhalten, und darf insbeſondere nicht zugeben, daß

er aus dem niedergedruͤckten und gelaͤhmten Zuſtande, worin er widerrechtlich ſo lange erhalten worden, huͤlf⸗ los und ohne alle Ausſtattung hervorgehe. Dies er⸗