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Buchführung. 233
ausbleibt, wenn er ſich auch verzoͤgert. Unguͤnſtige Wit⸗ terung muß den guten Landwirth nicht aͤngſtlich beſorgt machen: wenn auch alle Saaten zu trauern ſcheinen ſo wird es doch auf gut beſtellten Aeckern nicht ſo ſchlimm damit, als es den Anſchein hat; bei einer guͤnſtigern verbeſſert ſich alles ſchnell und oft muß man jene zuruͤck⸗ haltende Witterung als vortheilhaft anerkennen, weil die
Vegetation ſonſt zu uͤppig geworden waͤre. Ich erinnere
mich keines ſo guͤnſtigen Jahres, wo gewiſſe Landwirthe in einer oder der andern Periode nicht jammerten und wenn man die eingegangenen Berichte in landwirthſchaft⸗ lichen Journalen lieſet, ſollte man glauben, es gaͤbe ewigen Miswachs. Freilich ſchlaͤgt ein Jahr vor dem andern zuruͤck und eine Bodenart, eine Gegend leidet mehr als die andere, ſo daß es ihr durch den hoͤhern Preis nicht erſetzt wird; aber die Kraft bleibt dann im Acker und wird um ſo thaͤtiger in einem folgenden Jahre.
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Keinem Gewerbe ſind freilich die verfloſſenen 20
Jahre druͤckender geweſen, als dem landwirthſchaftlichen. Wenn nun aber die Erſchoͤpfung ſelbſt die Ruhe herbei⸗ fuͤhrt, ſo wird die zu Kraft und Ausdauer gebildete Ju⸗ gend der Segnungen genießen, die ſie ſich erkaͤmpft hat, ohne ſich durch Weichlichkeit, Eitelkeit und Indolenz in die Leiden zu ſtuͤrzen, die uns getroffen haben. Dann werden alle ſolide Gewerbe, beſonders die Landwirth⸗
ſchaft, bluͤhen.


