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Leitfaden zur allgemeinen landwirthschaftlichen Gewerbs-Lehre / vom Staatsrath Thaer
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232 Buchfuhrung.

liorationen und Anſchaffungen Beſchraͤnkungen gemacht werden, die den ganzen Plan verruᷣcken und zum groͤßern Nachtheile der Wirthſchaft und des Guts gereichen; je⸗ doch unter jener Vorausſetzung unbedingt nothwendig ſind. Wenn daher die Vermoͤgensumſtaͤnde des Eigners ſo ſind, daß die Geldeinnahme zu gewiſſen Terminen nicht die Hauptruͤckſicht zu ſeyn braucht, ſo kann der Etat im uͤbrigen beſſer erfuͤllt werden und der Gewinn wird in der Folge allemal groͤßer ſeyn. 1

340.

Insbeſondere ſind genaue Voranſchlaͤge zu erhebli⸗ Unternehmungen z. B. Bauten nothwendig, von denen nicht abzuweichen iſt, weil ſie, wenn ſie uͤber den An⸗ ſchlag hinausgehen und von der Rente des Guts oder dem Profit der Wirthſchaft beſtritten werden ſollen, bei⸗ des zerſtoͤren koͤnnen; ſo daß manche Scheure leer ſteht, gerade weil ſie zu koſtbar gebauet wurde.

341.

Die Direction einer Wirthſchaft erfordert, auſſer

der Intelligenz, einen feſten Charakter, der Ordnungs⸗ geiſt, Thaͤtigkeit und Entſchloſſenheit mit Ruhe des Ge⸗ muͤths verbindet. Ein aͤngſtliches, hypochondriſches We⸗ ſen taugt nicht fuͤr die Landwirthſchaft, denn wenige Gewerbe ſind in einzelnen Stuͤcken dem Schickſale ſo ſehr unterworfen, wie dieſes. Wer aber das Seinige gethan hat, kann Gott vertrauen, deſſen Segen nicht

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