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Leitfaden zur allgemeinen landwirthschaftlichen Gewerbs-Lehre / vom Staatsrath Thaer
Entstehung
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4 Arbeit.

9. Es laͤßt ſich ein ſolches Verhaͤltniß dieſer Elemente

zu einander denken, woraus das abſolut Vollkommenſte

hervorgehen wuͤrde. Da wir aber dieſes richtigſte Ver⸗ haͤltniß ſelten erreichen, ſondern das einmahl gegebene mehrentheils wenig, oft gar nicht abaͤndern koͤnnen: ſo muͤſſen wir uns mit dem relativ Vollkommenſten be⸗

gnuͤgen.

10.

Das Verhaͤltniß des Capitals und der Arbeit zum Grund und Boden beſtimmt den Unterſchied zwiſchen intenſiver und extenſiver Wirthſchaft, wovon bald die eine, bald die andere zweckmaͤßiger, mithin vollkom⸗ mener ſeyn kann.

11.

Die Arbeit. Die auf die Landwirthſchaft zweckmaͤßig verwandte

belohnt ſich hoͤher als jede andere kunſtloſe Arbeit, weil

ſie ihr Product nicht unmittelbar hervorbringt, ſondern nur durch die Benutzung und Leitung der bildenden Na⸗ turkraͤfte; mithin der Antheil der letzteren noch uͤbrig bleibt, nachdem die Arbeit bezahlt worden. Je ſtarker⸗ die Naturkräfte ſind, um ſo groͤßer iſt der Ueberſchuͤß. Deshalb wird die Arbeit da, wo ſie noch mangelt, nur auf den fruchtbarſten Boden verwendet.