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daß es erſt dann zur Begattung gelaſſen wird, wenn ſein Körper völlig ausgebildet iſt; bei der Schweinezucht aber würden wir uns großen Schaden thun, wollten wir den Eber nicht eher zum Mutter⸗ ſchweine laſſen, bis beide völlig ausgewachſen ſind.
Wird bei den weiblichen Thieren der ſich zeigende Geſchlechts⸗ trieb zu oft unbefriedigt gelaſſen, ſo werden ſie, beſonders bei ſehr guter, fett machender Ernährung(ſ.§. 51) ſpäter öfters nicht mehr trächtig, ein Umſtand der hierbei ſehr mit berückſtchtigt werden muß.
§. 49. Noch mehr haͤngt es von dem Zwecke der Hal⸗ tung und der Idividualität der Zuchtthiere ab, wenn man beſtimmen will, wie lange(bis zu welchem Alter) ſie zur Zucht beizubehalten ſeyen. Nur ſo viel laͤßt ſich im Allge⸗ meinen hier ſagen, daß man niemals Thiere zur Zucht bei⸗ behalten oder beſtimmen ſoll, welche in Folge zu weit vor⸗ gerückten Alters oder vorausgegangener körperlicher Anſtren⸗ gungen in einem geſchwächten Körperzuſtande ſich befinden.
Unter Umſtänden, z. B. bei einem edlen Hengſte, iſt es angemeſ⸗ ſen, ein Zuchtthier ſo lange beizubehalten, als es zur Zeugung noch kräftig genug ſich erweiſet; unter andern Umſtänden, z. B. häufig bei der Rindvieh⸗ und Schweinezucht, kann es räthlich ſeyn, die männlichen Zuchtthiere abzuſchaffen, wenn ſie in die kräftigſte Periode ihres Alters getreten ſind.
§. 50. Viele in phyſiologiſcher Hinſicht intereſſante Erſcheinungen und manche problematiſche Behauptungen werden in Bezug auf die Geſtaltung der Jungen und die auf dieſe von Einfluß geweſenen Urſachen von den Natur⸗ forſchern noch aufgeführt, von denen wir hier nur noch andeuten wollen: a. daß Mißgeſtaltungen oder auffallende Bildung einzelner Koͤrpertheile, welche junge Thiere mit zur Welt bringen, als Folge von ploͤtzlichem Schrecken ent⸗ ſtehen koͤnnen, dem die Mutter waͤhrend der Traͤchtigkeit
unterworfen war;— b. daß(und ob?) durch an einem
der gepaarten Thiere künſtlich angebrachte Abzeichen oder gar durch hingeſtellte Gemälde von Thieren und dergleichen, im Augenblicke der Zeugung, auf die Geſtaltung und na⸗ mentlich die Farbe der Jungen eingewirkt werden koͤnne;—


