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Praktische Anleitung zur Kenntniß der Gesetzgebung über Besteuerung des Branntweins und des Braumalzes in den Königlich Preußischen Staaten : als Handbuch für Gewerbetreibende und Beamte aus amtlichen Quellen bearbeitet / von Heinrich Förster ...
Entstehung
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XV

beſonders gewonnen, daß der Verfaſſer in den Stand geſetzt worden iſt, in allen Faͤllen, wo fruͤher die naͤhere Erlaͤute⸗ rung der Geſetzesſtellen und ihre Anwendung auf einzelne Be⸗ triebsakte vorbehalten geblieben war, die daruͤber zeither erfolg⸗ ten definitiven Beſtimmungen der hoͤchſten Verwaltungsbehoͤrde woͤrtlich mittheilen zu koͤnnen.

Statt des, der fruͤheren Ausgabe angehaͤngt geweſenen al⸗ phabetiſchen Sachregiſters, iſt hier der Inhalt des Werkes durch Randbemerke angegeben, welche nach der Reihenfolge vorn zuſammengeſtellt, ſowohl das Auffinden eines einzelnen Gegenſtandes erleichtern, als den Plan des Ganzen und die Anwendung der Geſetzgebung auf den Gewerbebetrieb über⸗ ſichtlich vor Augen legen.

Endlich iſt auch jetzt, wie bei der erſten Auflage, gewiſſen⸗ hafter Fleiß auf die Entwickelung der Strafgeſetzgebung, mit ſte⸗ ter Hinweiſung auf den Gewerbebetrieb, verwendet, und man wird unbezweifelt die Liberalitaͤt dieſes Theils der Geſetzgebung anerkennen und die daruͤber aufgeſtellten, aus der Ueberzeugung hervorgegangenen Behauptungen des Verfaſſers, factiſch beſtaͤ⸗ tigt finden, wenn man ſich die Muͤhe geben will, die im An hange mitgerheilten Geſetzesauszuge uͤber Branntwein⸗ und Bier⸗ Beſteuerung in andern bedeutenden Staaten, wo dieſe Gewerbe ebenfalls auf einer hohen Stufe der Ausbildung ſtehen, un⸗ befangen mit dem Preußiſchen Steuergeſetze zu vergleichen.

In Bezug auf Anordnung und Schreibart mag ſich fuͤr ſtrengere Kritik allerdings mancher Stoff zum Tadel darbieten; namentlich werden vielleicht einige Gegenſtaͤnde minder aus⸗ fuͤhrlich bearbeitet gefunden werden, als andere, fuͤr welche dies noͤthiger geſchienen haben moͤchte. Der Verfaſſer darf in die⸗ ſem Betracht nur darauf hindeuten, daß er fuͤr ſeine Arbeit ein gemiſchtes Publikum ins Auge zu faſſen hatte, welches zu⸗ naͤchſt aus Gewerbtreibenden und Steuerbeamten beſtehen wird, und deſſen Beduͤrfniſſen zu entſprechen, er ſich, unter Ruͤckſicht auf die gemachten Erfahrungen, vorzugsweiſe bemuͤhen mußte. Fuͤr dieſen Zweck treu und gewiſſenhaft benutzt zu ha⸗ ben, was die Brauchbarkeit und Vollſtaͤndigkeit des Werkes befoͤrdern konnte, dieß iſt ſich der Verfaſſer redlich bewußt, und hofft auch die aͤußere Ausſtattung deſſelben als einen Be⸗