Teil eines Werkes 
[Hauptbd.] (1834) Vorlesungen für Pferde-Liebhaber. [Hauptbd.]
Entstehung
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periodische Anfälle, welche mit Aengstlichkeit, Zittern und Schwanken beginnen,

worauf das Thier zu Boden fällt und entweder starr liegen bleibt, oder heftig

um sich schlägt, schwitzt, mit dem Maule schäumt, endlich den Harn oder Mist, wie es scheint, unwillkürlich entleert, dann wieder aufsteht und, einige Mattig- keit ausgenommen, so gesund zu seyn scheint, als vor dem Anfalle. Während des Paroxismus, der 5 Minuten, ½ Stunde lang dauern kann, ist das Thier völlig bewusstlos und unempfindlich; die Anfälle wiederholen sich äusserst un- bestimmt, oft in einigen Tagen mehreremale, oft erst nach Wochen und Mona- ten; in solchen Zwischenräumen ist das Thier leicht als gesund zu verkaufen. Bei längerer Dauer der Krankheit geht sie manchmal in einen kollerähnlichen Zustand über. Die Fallsucht kann mit Anfällen von rasendem Koller verwech- selt werden, noch eher aber mit denen von Schwindel, wobei die Thiere jedoch meist aufrecht bleiben, und weder Bewusstseyn noch Empfindlichkeit verlieren. Die Section cpileptischer Thiere gibt keinen entscheidenden Aufschluss über diese Krankheit, welche den Gebrauch des Thiers gefährlich, und es somit beinahe werthlos macht.

Die Mondblindheit(Monatblindheit, periodische Augen-Entzündung, Huxion periodigue ou lunatique, Moonblindness) besteht in einer Entzündung eines oder beider Augen(meist abwechselnch), welche in unbestimmten Perioden wie- derkehrt, und gewöhnlich mit dem Verlust des Sehvermögens endigt. Die Zei- chen sind die einer gewöhnlichen Augen-Entzündung, nämlich: Röthe und An- schwellung der Augenlieder, Hitze, Lichtscheue, Thränenfluss u. s. w., sodann verbreitet sich die Entzindung auf den Augapfel selbst, bringt Trübung der Horn- haut, der wässerigen Feuchtigkeit(endlich selbst der Krystall-Linse) hervor; in der Regenbogenhaut sind manchmal strotzende Blutgefässe zu bemerken, die Pupille ist enge, und die Entzündung hat nun hauptsächlich die inneren, gefäss- reichen Theile des Augapfels ergriffen. Nach einigen Tagen hellen sich die trü- ben Theile auf, die Symptome der Entzündung verlieren sich, und das Auge er- scheint wieder gesund. Die Anfälle kommen oft plötzlich, dauern gewöhnlich 4 8 Tage, und kommen meist in einem Zeitraume von 30 40 Tage wieder, (daher Monat- oder Mondblindheit), doch so dass im Anfang der Krankheit die freien Zwischenräume länger dauern, nach dem öfteren Eintritt die Paroxismen aber sich bälder wiederholen. Wenn das Auge mehrere solche Anfälle über- standen hat, so bemerkt man in der Zwischenzeit, dass es kleiner als das ge- sund bliebene geworden ist, die Augenlider sind faltig, zitternd; die Pupille eng, eckig verzogen, und allmählig wachsende weisse Punkte bilden sich in der Kry- stall-Linse, und führen durch ihre Zunahme gänzliche Verdunklung derselben (grauen Staar) herbei. Dieses Resultat kommt oft schon nach 5 6 Anfällen zu Stande, oft sind 10 12 und mehrere dazu erforderlich; ist das Auge erblindet, so hören sie auf, und zeigen sich nun gern am andern Auge, wenn sie nicht schon vorher es ergriffen hatten. Auch schwarzer und grüner Staar, Verwach- sung der Linse mit der Iris, Linsenvorfall, Verschliessung der Pupille u. s. w. T

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vgl. ab. VIII.