Teil eines Werkes 
[Hauptbd.] (1834) Vorlesungen für Pferde-Liebhaber. [Hauptbd.]
Entstehung
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höhe, die Hinterfüsse sind unverhältnissmässig lang, und zu weit noch rückwärts gerichtet, während die Vorderfüsse zu weit vorwärts stehen. Diese Bildung kann für Rennpferde zweckmässig seyn, aber nicht als Muster im Allgemeinen dienen; wegen seiner unrichtigen Verhältnisse war auch Eclipse in seiner Jugend ausge- mustert worden*).

Bofanus un) hat versucht, die Fehler seiner Vorgänger zu vermeiden, und das Bild eines Pferdes von regelmässigen Verhältnissen zu geben; die Stellung desselben ist so, dass die Füsse das Gewicht des Körpers gleichmässig tragen; diess ist der Fall, wenn eine senkrechte Linie an dem festen Punkt des Schul- terblatts(hart hinter seiner Mitte) auf die Trachtenwand des Vorderhufs, und eine ähnliche Linie von der Pfanne des Beckengelenks auf denselben Theil des Hinterhufs fällt. Die angegebenen Verhältnisse sind unbezweifelt die natürlich- sten und am allgemeinsten anwendbar, während Bourgelats Muster nur für ein Schulpferd und Saintbels nur für Renner passt. Bojanus dagegen behauptet, die richtigsten Verhältnisse müssen bei ausgezeichneten Trabern gesucht werden.

In den Verhältnissen des von D'Allon aufgestellten Hippometers***) soll die Vollkommenheit aller Bewegungen mit dem geringsten Aufwand von Kräf- ten gegründet seyn. Dieses beruhen lassend, ist an der gegebenen Zeichnung auszusetzen, dass die Vorderfüsse zu weit voran, und die Hinterfüsse zu sehr zurüickgestellt sind; die Einzeichnung des Skelets aber ist ganz falsch; die Hals- wirbel sind zu weit oben, und steigen beim Uebergang in die Rückenwirbel nicht tief genug herab; der Rücken und die Lendenwirbel sind abwärts statt aufwärts gebogen, und die vordersten Rippen sind fast um das Doppelte zu lang, wodurch sich der ganze Brustkorb verändert. Ueberhaupt aber stimmen die im Texte angegebenen Proportionen nicht ganz genau mit denen der Zeichnung, deren Kopf auch sehr kurz ¼ def Körperhöhe ist), was jedoch bei englischen Pferden häufig vorkommt.

Da ein kleines Pferd ebenso gut verhältnissmässig gebaut seyn kann als ein grosses, so musste man von dem Thiere selbst den Maalsstab der Vergleichung nehmen; Bourgelat und die meisten spätern Schriftsteller haben die Länge des Kopfs als Grundlage oder Einheit angenommen und nach dieser die Proportio- nen der übrigen Theile des Körpers bestimmt; man misst den Kopf mit einem ungefähr dritthalb Schuh langen, in Zolle eingetheilten Stab, an dessen einem Ende ein Querstück winkelrecht befestigt, am andern Ende aber ein verschieb- bares und mit einer Schraube zum Feststellen eingerichtetes ahnliches Querstück angebracht ist; die Länge des Kopfs wird vom Genick bis zu dem vordersten

*) s. John Hinds, veterinary surgery. London 1829. pag. 26. Note:he was cast, by the Duke of Cumberland, for his apparent deformities, when a colt etc. e) Isis von Oken. Jahrgang 1823. Heft 1. Ueber die Maasse des Pferdekörpers von Ano- nymus. *) s. Hunz, Pferderagen, die letzte Tafel, und den Text pag. 19 u. 20.