bis nach Medina hin, in den Provinzen Nedschid, Dſchebel-Schammar uud Ka- sim. Die Anzahl der Pferde ist übrigens nicht groſs; Seetzen schätzt sie mit Einschluls der Wüste Syriens und der südlichen Ufer des Euphrat nur auf 5 ½ tausend, Burkhardt hingegen auf 50,000, er behauptet zugleich, daſs die Kurden- und Beduinen-Stämme in Mesopotamien mehr als diese Zahl besitzen.
Nach den arabischen Pferden kommen die Syrischen(die Burkhardt den arabischen vorzieht) eigentlich nisaeische Pferde nach Rennel, welche in einem Theile des ehemaligen Mediens(jetzt Ghilan) leben; sie theilen sich in: ächte Araber, Turkmannen und Kurden*). Ferner die persischen Pferde, welche sich durch einen leichtern Kopf, schmälere Brust und längeres Kreuz auszeich- nen. An diese reihen sich die übrigen Pferde des Orients, als die armenischen, circasischen, caucasischen und türkischen, so wie die des nördlichen Afrika(Egyp- ten, Barca, Berberei) an, indem sic in Form und sonstigen Eigenschatften viele Uebereinstimmung unter einander zeigen. Die nubischen Pferde sollen nach dem Zeugniſs von Bruce**), wegen dem schönen Verhältnils ihrer Theile, ihrer Dauerhaftigkeit, Stärke und Grölse unbedenklich die vorzüglichsten in der Welt seyn; in neuerer Zeit schilderten Waddington und Burckhardt*“*) sie als auſseror- dentlich schön und von einer imposanten Grölse(selten unter 16 Faust). Allein die unter dem Titel nubischer(Dongola-) Pferde zu uns gekommenen Thiere entsprachen der Erwartung so wenig, als der vom General Minutoli nach Berlin gebrachte Nubier. Die Schönheiten(?) derselben sind in dem oben angeführten Werke(M. Reise nach Ober-Egypten) von Hochstetter zergliedert. Ihre Formen sind von denen anderer orientalischen Pferde so sehr verschieden, und daher im Widerspruch mit unserem Geschmacke(und der Angabe mehrerer Reisenden), dals man über ihren Ursprung zweifeln müsste, wenn nicht in Europa selbst, höchst verschiedene Pferde in benachbarten Ländern gezogen würden(z. B. Hol- stein und Mecklenburg). Die Dongola-Pferde sind durch einen Rammskopf, hohen Aufsatz, scharfen Widerrist, ein abgeschliffenes Kreuz, tief angesetzten Schweif, und hohe, sehr diünne Beine, mit groſsen Abzeichen ausgezcichnet. Diese Form, verglichen mit dem aundalusisehen Pferd hat Herrn v. Hochstetter zu der Meinung bestimmt, daſs das Leztere von der Dongola-Ragçe abstamme, wofür aufser der langen Occupation der pyrenäischen Halbinsel durch die Mau- ren, noch mehrere Umstände angeführt werden, dagegen Ammon umgekehrt
vom Wolf(die Augen, Gefrässigkeit und hohen Hals), drei vom Fuchs(kurze Ohren, langen Schweif, leichten Gang) und drei vom Weibe(die Brust, die Mähne und den Stolz), nach Anderen„„ascensionis patientiam“ haben müsse. S. Camerarii Tæxoxouzo⸗ seu de curandis equis. Lipsiae MDLVI.
*) 8. Minutoli, Reise nach Ober-Egypten. Supplementband. Berlin 1627. oder: Einige
Bemerkungen über die Pferdezucht in Egypten, von Generallieutenant v. Minutoli. Berlin 1832. 8.
*) Bruce, Reise in das Innere von Afrika. 1791. 2r Bd. en) Burkhardt, Reise in Nubien. p. 66. u. 109.


