Tab. I. Fig. 5.
Tab. I. Fig. 6.
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geschossene 3jährige Stutte maſs am Widerrist 3 Fuss 9 à%, an der Kruppe 4 Fuss 3 ½1 paris. Mess), sein Körper ist aber überaus leicht, der Kopf etwas schwer und breit an den Ganaschen, an der Nase stehen die Knorpel vor, die Ohren sind proportionirter als beim Esel, zugespitzt, aufgerichtet; der Hals ist rundlich, dem Hirschhals ähnlich, die Brust schmal und weniger fleischig als beim Pferd, das Kreuz ziemlich gerade, sonst wie beim Esel. Statt des Schopfs ist der ganze Raum zwischen den Ohren und Augengruben mit weichem, ge- welltem Haar besetzt, die Mähne ist aufrecht, straubig, wie bei Füllen, der Schwanz wie ein Kuhschwanz, oben mit borstigen Haaren besetzt, die in eine 9 Zoll lange Quaste auslaufen. Die Füsse sind sehr fein und ziemlich hoch, Schulter und Schenkel hager, die Sehnen stark, die Hufe halbkugelförmig, hart, schwarz, die Sohle sehr hohl, die Kastanie am Hinterfuss fehlt. Die Stimme des Halbesels soll ein tieferes Wiehern als beim Pferde seyn.
Das Winterhaar des Dshiggetai ist bei 2 Zoll lang, wellig wie Kamel- wolle, das Sommerhaar dagegen ungemein glatt und glänzend, nur 3 ½ Linien lang. Die Schnelligkeit dieser Thiere ist bei den Mongolen, welche der Haut und des Fleisches wegen Jagd auf sie machen, zum Sprichwort geworden. Die wilden Dshiggetai sollen manchmal Pferdestutten aus den zahmen Heerden der Mongolen und Tungusen entführen und sich mit ihnen begatten.
Während der Esel, Halbesel und wie es scheint das Pferd ursprünglich Asien angehören, ist dagegen das Zebra, Quagga und der Dauw Afrika eigen, dessen Inneres, zwischen Abyssinien und Guinea bis zum Cap der guten Hoff- nung sie bewohnen.
Das Zebra übertrifft an Grösse den gewöhnlichen Esel,(3 Fuſs 4“ pariser Mass am Widerrist und a Fuſs am Kreuz), dem es durch den dicken Kopf, das abschüssige Kreuz, die langen Ohren und die schmalen Hufe ähnlich ist. Die Stirne ist etwas eingedrückt, der Schopf und die Mahne kurz, aufgerichtet, aus weissen und braunen Haaren gemischt, der Schwanz hat bis in die Mitte die gewöhnliche Deck Haare, und nur am Ende einen Büschel längerer Haare. Rücken und Lenden sind etwas aufgebogen, das Kreuz mehr abgerundet als beim Esel. Die Hornwarzen, Sporen und Haarzotten sollen fehlen. Die eich- nung der Haut ist ungemein schön; über die Seitentheile des Halses und des Körpers laufen auf weilsem Grunde braune regelmãälsige Streifen herab, welche auf gleiche Weise auch an den Füſsen, nur horizontal gehend, sich finden. (Burchell behauptet, die Fülse des Zebra seyen weils, wogegen aber sowohl die besten Abbildungen, als die in den Naturalien Sammlungen und Menagerien zu sehende Exemplare streiten.)
Die Zebra's sind sehr schnell, dabei aber wild und unbändig.
Das Quagga hat in Gröſse(am Widerrist 5 Fuſs 99 am Kreuz 3 Fuſs 60 und Form mit dem Zebra so viele Aehnlichkeit, daſs einige Naturforscher es blos als eine Abart desselben betrachten. Die Grundfarbe des Thiers ist am obern Theil des Körpers braun, am Bauch und den Fülsen aber weils; die dunk- leren Streiten sind am Kopf, Hals und Rücken zugegen, verlieren sich aber


