Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1818)
Entstehung
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Art ſeyn, wenn drei Morgen zu einer Kuhweide hinreichen ſollen.

Saͤen wir aber eins der genannten Futtergewaͤchſe an, ſo koͤnnen wir auf jener Flaͤche von drei Morgen wohl drei Kuͤhe ernaͤhren. Durch unſere Muͤhe und Arbeit vermehren wir alſo auch hier bei der Ernaͤhrung des Viehes den Boden um zwei volle Drittheile. Denn iſt es nicht einerlei, ob ich wirklich neun Morgen beſitze oder nur drei, wenn ich von drei Morgen eben ſo viel Vortheil habe?

Wenn ich aber dadurch, daß ich dasjenige Land, welches ſonſt zur Viehweide diente, nun mit Futtergewaͤchſen beſtelle, und von einem Morgen ſo viel Viehſutter erhalte, als von drei Morgen, die zur wilden Weide liegen, ſo folgt, daß ich nun auch von gleicher Flaͤche dreimal ſo viel Miſt erhalte, wie ſonſt. Denn der Miſt erfolgt nur aus der Futterung und der Einſtreuung. Bedenken wir noch, daß bei dem Weide gange das Vieh den ganzen Tag herum laufen mußte, um ſich die wenigen Biſſen zuſammen zu ſuchen, die zerſtreut auf der Weide herum ſtanden, ſo muß es uns gleich einfallen, daß wenigſtens die Haͤlfte von dem Miſte, welcher aus dem Weidegraſe erfolgte, einzeln verzettelt wurde, wo er nur wenig zu Nutzen kam. Bloß die andere Haͤlfte wurde von dem Viehe in den Stall gebracht.

Wird das Vieh alſo mit angebaueten Gewaͤchſen ganz im Stalle gefuͤttert, ſo erhalten wir von einem Morgen, mit Futtergewaͤchſen ordentlich beſtellt, ſo viel Miſt, wie von ſechs Morgen wilder Weide bei hinlaͤnglicher Einſtreuung.

Glaubt nicht, lieben Landleute, daß dies bloße Meinun⸗ gen und Vermuthungen ſind. In ſolchen Gegenden, wo man alles Vieh im Stalle fuͤttert, iſt man ſo feſt von der Wahr heit des hier Geſagten uͤberzeugt, daß niemand daran zweifelt. Jeder Zweifler koͤnnte ſich dort auch ſogleich durch die großen Haufen fetten Miſtes eines andern belehren laſſen, ſo wie durch das ſchoͤne Getreide, welches er in jenen Gegenden an treffen wuͤrde.

Der Verfaſſer hat ſelbſt die Erfahrung gemacht, wie

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