Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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Vom Anbaue des Mohn⸗ oder Magſaamen.

Dieſes bekannte Gewaͤchs, welches in einem großen Stri⸗ che von Deutſchland in jedem Garten auf dem Lande ange troffen wird, gehoͤrt nur in dies Kapitel, weil ſein Saamen zum Oelpreſſen gebraucht wird. Im uͤbrigen iſt es den bis⸗ her genannten Oelgewaͤchſen in keiner Hinſicht aͤhnlich. Es wuͤrde vielmehr nach der fruͤher angedeuteten Eintheilung der Handelsgewaͤchſe in ſolche, die viele Handarbeit verlangen und in ſolche, die deren wenige verurſachen, zu den erſteren gehoͤ⸗ ren. Denn der Mohn muß in ſeiner Jugend gejaͤtet und nachmals behackt werden, ſo gut wie Tabak.

Der Mohn giebt das wohlſchmeckendſte Oel von allen ein⸗ heimiſchen Oelſaaten und hat keine Feinde unter den Inſek ten. Er verurſacht aber weit mehrere Arbeit als die uͤbrigen und kann auf großen Flaͤchen nicht fuͤglich angebauet werden.

Er verlangt einen muͤrben, tiefen und reichen Boden. Beſſer iſt der mehr ſandige als der thonige Boden fuͤr den Mohnbau geeignet. Auf rajoltem Lande pflegt der Mohn vor⸗ zuͤglich zu gedeihen, uͤberhaupt uͤberall leichter, wo er nicht mit Unkraͤutern zu kaͤmpfen hat.

Das Land zu Mohn wird entweder tief gepfluͤgt oder beſſer gegraben. Es friſch zu duͤngen iſt nicht unumgaͤnglich noͤthig, wenn es noch in alter Duͤngungskraft iſt. Nach Kar⸗ toffeln wird der Mohn ohne neue Duͤngung ſehr gut ge⸗ rathen.

Will man dem Mohnlande friſche Duͤngung geben, ſo waͤhle man kurzen, zergangenen Miſt. Langer, ſtrohiger wird ihm wenig Vortheil bringen.

Der Mohn wird gern ſo fruͤh als moͤglich geſaet, am beſten im Maͤrz. Daß er nicht zu dicht zu ſtehen komme, muß der Saͤe⸗ mann beobhachten. Das Jaͤten wird ſonſt ſehr erſchwert und hinwiederum ſchadet ein zu ſchwacher Stand der Pflanzen.

Man kann bei einer fruͤhen Ausſaat, bei welcher man darauf rechnen kann, daß der Mohn das Land zeitig raͤumt, mit demſelben zugleich Moͤhren oder Mohrruͤben ausſaͤen.

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