und kann ſie zu dieſem Behuf verkauft werden. Das Stroh dient zum Einſtreuen und Verbrennen.
Die Cichorie
iſt zwar kein Gewuͤrzkraut wie die vorigen, ſie iſt aber in dies Kapitel mit aufgenommen worden, weil ſie in Anſehung ihres Gebrauchs als genießbares Gewaͤchs doch einige Aehnlichkeit mit den vorigen Pflanzen hat.
Die Cichorie kann nur da als Handelsgewaͤchs betrachtet und angebauet werden, wo Cichorienfabriken in der Naͤhe ſind und es mithin nicht an Gelegenheit fehlt, die friſchen Wurzeln an dieſelben abzuſetzen. Denn eigene Trockenanſtal— ten anzulegen, um ſie ſelbſt zu doͤrren, kann ich nicht an— rathen.
Die Cichorie verlangt einen ſandig-lehmigen, in guter Kraft ſtehenden, gegrabenen oder noch beſſer rajolten Boden. Ihre Wurzeln dringen tief in den Boden ein, ſie wuͤrden al⸗ ſo eine gleichmaͤßige Dicke und Laͤnge auf Boden, der nur ei— ne 6zoͤllige Ackerkrume hat, nicht erhalten, ſondern wuͤrden auf ſolchem ſtatt glatter Wurzeln ein faſerigtes Wurzelgewebe liefern.
Die Wurzeln der Cichorie werden auch ſchlecht, wenn man ſie in friſch mit langem Miſte geduͤngten Boden erzieht. Giebt man dem Cichorienlande Duͤngung, ſo darf es nur der im Kapitel von der Duͤngung naͤher beſchriebene kurze Duͤn⸗ ger ſeyn. Teichſchlamm oder Moder, ſtark aufgebracht, ſind vortreflich fuͤr den Cichorienbau.
Hat man weder das eine noch andere, ſo bereitet man das Land zum Cichorienbau am beſten dadurch vor, daß man im Jahre vorher es mit Kartoffeln beſtellt und zu dieſen ſtark duͤngt.
Zu der Aufnahme des Cichorienſaamens wird das Land am beſten mit dem Spaten vorbereitet. Im zeitigen Fruͤh⸗ jahre graͤbt man es um und ſaͤet den Saamen aus. So wie die Pflanzen ſich zeigen, werden ſie gejaͤtet. Spaͤterhin kann man ſich auch einer ſpitzigen, zweizaͤhnigen Hacke bedienen,
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