Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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und etwanige Unkraͤuter auszurotten. Der Kuͤmmel geht nun bald in die Hoͤhe und iſt in der Regel um Johannis reif.

Er muß abgeerntet werden, bevor er zu reif wird, indem er leicht abfaͤllt.

Man zieht ihn auf, legt ihn auf Gelegen zum Abwelken hin und bindet ihn auf untergelegten Tuͤchern in Bunde, da mit der abfallende Kuͤmmelſaamen nicht verlor en gehe. Beſ ſer iſt, man ſchneidet ihn mit einer Sichel ab und verfaͤhrt uͤbrigens eben ſo, wie angegeben.

Das Ausziehen hat den Nachtheil, daß bei dem Abdre⸗ ſchen des Saamens ſich viel Erde, die an den Wurzeln haͤn gen blieb, mit dem Saamen vermiſcht und ſich ſchwer davon trennen laͤßt. Offenbar wird aber der Kuͤmmelſaamen ſehr durch beigemiſchte Erdtheile verſchlechtert.

Bei dem Einbringen des getrockneten Kuͤmmels muß man ſehr vorſichtig verfahren und es nur auf einem Wagen vorneh⸗ men, der mit einer Plane belegt iſt. Die geringſte Erſchuͤt⸗ terung verſtreuet den Saamen. Er wird uͤbrigens vom Stro he abgedroſchen, gereiniget und iſt dann verkaͤufliche Waare. Das Stroh iſt zum Einſtreuen oder zum Verbrennen zu nuͤtzen.

Das Land, welches den Kuͤmmel getragen, wird entweder zur Winterung vorbereitet, oder es wird ſogleich nach dem Ab⸗ bringen des Kuͤmmels umgepfluͤgt und mit Wickengemenge beſaͤet.

Der Fenchel

iſt dem Kuͤmmel ſowohl in der Art, wie er angebauet wird, als auch in ſeinem Verbrauch ſehr aͤhnlich.

Er iſt wie dieſer eine zweijaͤhrige Pflanze, deren Saamen im Maͤrz oder April auf ein Gartenbeet ausgeſaͤet wird. Um Johannis werden die auf dieſe Weiſe erzogenen Pflanzen auf gut zubereitetes Land, ganz wie der Kuͤmmel verpflanzt und nachmals behackt.

Boden, nachmalige Bearbeitung und Behandlung bei der

Ernte verlangt der Fenchel ganz wie das vorige Gewaͤchs. & In

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