Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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wird zur Pflanzung geſchritten. Die Kuͤmmelpflanzen werden aufgezogen, die ſehr langen Wurzeln etwas verſtutzt und bei trockener Witterung in den mehr erwaͤhnten Brei aus Miſt jauche, Erde und kurzen Miſt geruͤhrt.

Das gut abgeeggete Land wird mit einem Linienzieher in Streifen, die Einen Fuß von einander entfernt ſind, abge theilt. Auf dieſe Streifen werden die Kuͤmmelpflanzen bei 8 bis 10 Zoll Entfernung mit einem Pflanzſtocke verſetzt.

In manchen Gegenden beſetzt man die vierte oder fuͤnfte Reihe mit Kohl, welches aber freilich die Kuͤmmelernte ſehr ſchwaͤchen muß, indem die den Kohl am naͤchſten ſtehenden Pflanzen durch den gut ſtehenden Kohl leiden. Der hoch wachſende Braunkohl wuͤrde ſich noch eher zu dieſem Zwi ſchengewaͤchs ſchicken, nur wuͤrde er im Herbſte muͤſſen abge hauen werden, weil durch das Ausziehen ſeiner Struͤnke leicht die naͤchſten Kuͤmmelſtauden mit ausgeriſſen werden koͤnnten.

Bald nach dem Verpflanzen des Kuͤmmels und wenn ſich Unkraut zeigt, muß das Land behackt werden.

Durch die Pflanzarbeit wird das locker gemachte Land dicht getreten und es darf daher keine Zeit verſaͤumt werden, um es wieder locker zu machen.

Im Auguſt wird ein zweites Behacken noͤthig ſeyn. Die Kuͤmmelpflanzen werden inzwiſchen gehoͤrig angewachſen ſeyn und ſich ausgebreitet haben, wodurch die Arbeit des Behackens erleichtert wird.

Vor Eintritt des Winters, etwa im halben Oktober, kann das Kuͤmmelkraut zur Viehfuͤtterung abgeſchnitten werden. Eine Vorkehrung, den Kuͤmmel vor dem Winter zu ſchuͤtzen, iſt nicht noͤthig, wenn man geſorgt hat, daß das Waſſer ge⸗ hoͤrig von dem Kuͤmmelfelde abfließen kann und nicht auf demſelben ſtehen bleibt. Der Froſt ſchadet dieſem Gewaͤchs ſelten.

Im Fruͤhjahre, nachdem das Land abgetrocknet iſt, wird ein drittes Behacken vorgenommen, welches zum Zweck hat, das durch die Winterfeuchtigkeit verdichtete Land aufzulockern

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