Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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pflanzt und behackt, oder er wird breit ausgeſaͤet und ſeinem Schickſal uͤberlaſſen.

Dies letztere geht nur auf ſehr fruchtbarem, feuchten Gartenboden, wo auf dieſe Weiſe der Kuͤmmel unter dem Graſe aufwaͤchſet, und bei der Reife eingeſammelt wird. Den eigenen Bedarf ſich auf dieſe Weiſe zu verſchaffen, kann rath⸗ ſam ſeyn. Es faͤllt ſtets ſo viel Kuͤmmelſaamen aus, als zur Ergaͤnzung der eingehenden Pflanzen erforderlich iſt und ein Grasplatz unter Baͤumen kann auf dieſe Weiſe fuͤr kleine Haushaltungen Jahr aus Jahr ein ſo viel Kuͤmmel tragen, als ſie beduͤrfen.

Den Kuͤmmel zum Verkauf kann man nur auf folgende Weiſe mit Vortheil anbauen.

Der Kuͤmmelſaamen wird im zeitigen Fruͤhlinge, oder noch beſſer um Michaelis auf ein kraͤftiges, muͤrbes Beet im Garten dicht ausgeſaͤet. Die aufgehenden Kuͤmmelpflanzen werden von Unkraut rein gehalten und ſind um Johannis zum Verſetzen ins freie Feld ſtark genug. Die im Herbſte geſaͤeten haben vor den im Fruͤhlinge geſaͤeten den Vorzug, daß ſie ſtaͤrkere Wurzeln machen und leichter zu verpflanzen ſind.

Der Boden, welchen der Kuͤmmel im freien Felde bedarf, muß nicht zu feſt, in alter Dungkraft und gut vorbereitet ſeyn. Es muß zwar etwas kurzer Duͤnger auf das Kuͤmmel⸗ feld zu der Pflanzung ſelbſt gefahren werden. Waͤre das Land aber ganz mager, ſo wuͤrde dieſer friſche Duͤnger daſſel⸗ be nicht zu einer guten Kuͤmmelernte vorbereiten. Der muͤrbe Weitzenboden und der Gerſtenboden erſter Klaſſe ſind zum Kuͤmmelbau gleich gut geeignet. Der ſehr feſte Weitzenboden und der Gerſtenboden zweiter Klaſſe geben einen weniger ſi chern Ertrag mit Kuͤmmel, weil beide durch trockene Witte⸗ rung leiden. Bei einer feuchten Lage und gutem Duͤngungs⸗ ſtande iſt der geringere Gerſtenboden noch beſſer zum Kuͤm⸗ melbau geeignet, als der ſehr ſtrenge Thonboden.

Wenn das Land zur Kuͤmmelpflanzung um Johan⸗ nis ſo zubereitet iſt, wie zu Kohl oder einer Ruͤbenart, ſo

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