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Land wird mit der Harke geebnet und werden nun mittelſt eines Linienziehers oder einer ausgeſpannten Schnur die Rei⸗ hen einen Fuß weit von einander gezogen, in welche man den laͤnglichten Saamen legt. Um denſelben mit Erde zu bedecken, zieht man mit einer ſpitzen Hacke Rinnen und ſtreuet in die— ſelben, 6 bis 8 Zoll von einander entfernt die Saamenkoͤrner ein. Darauf wird wieder geharkt.
Kommen die Saflorpflanzen zum Vorſchein, ſo behackt man die Zwiſchenraͤume und verduͤnnt die Pflanzen, falls man bei dem Ausſtreuen des Saamens denſelben zu ſtark aus— geſtreuet haͤtte. Es iſt hinreichend, wenn die Pflanzen 10 bis 12 Zoll auf der Reihe von einander entfernt ſtehen.
Das Behacken wird nach einigen Wochen und ſo wie ſich Unkraut zeigt, wiederholt. Je lockerer und reiner das Land gehalten wird, je mehr werden die Saflorpflanzen ſich ausbreiten und Aeſte anſetzen, an welchen große Bluͤthen zum Vorſchein kommen.
Nach der Mitte des July werden die erſten Bluͤthen ſichtbar. Sie ſind anfangs gelblich und werden roͤthlich, wenn ſie laͤnger ſtehen. So lange wartet man, bis man anfaͤngt, ſie abzunehmen. Wenn die Befruchtung der Blume vor ſich gegangen iſt, werden die Blumenblaͤtter mit einem ſtumpfen Meſſer abgezogen und in einem reinlichen Koͤrbchen geſam— melt. Man verrichtet dies nicht gern in der Mittagshitze, ſondern in den kuͤhlen Morgen- und Abendſtunden.
Da taͤglich neue Bluͤthen aufbrechen, ſo leuchtet ein, daß die Gewinnung der Bluͤthen nicht mit einem Male zu be— werkſtelligen iſt. Man muß die Saflorpflanzung alle Tage durchgehen und die zum Abnehmen reifen Bluͤthen abnehmen. Darum habe ich auch geſagt, daß ſich der Saflorbau nicht fuͤr eigentliche Landleute ſchickt, die um die Jahrszeit, wenn der Saflor abgenommen werden muß, alle Haͤnde voll mit der Getreideernte zu thun haben.
Die taͤglich abgenommenen Saflorbluͤthen ſchuͤttet man auf eine luftige, ſchattige Stelle zum Trocknen auf. Iſt die Trockenheit vollſtaͤndig erfolgt, ſo hat man verkaͤufliche Waa⸗
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