Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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ſich die Blaͤtter an ihnen zeigen und die unterſten Blaͤtter an⸗

fangen gelb zu werden, ſo gewinnt man die erſten Blaͤtter. Man ſtoͤßt ſie mit einem ſcharfen Eiſen, dem ſogenannten Waidmeſſer ab.

Die Blaͤtter werden darauf geſammmelt und vermittelſt weidener Koͤrbe gewaſchen. dach dem Waſchen kommen ſie auf einen bedeckten luftigen Platz, wo ſie die Sonne nicht trifft und werden zum Abwelken gebracht. In dieſem halb⸗ trockenen Zuſtande kommen ſie auf die Waidmuͤhle, ein Trog, in welchem ein ſtarkes Rad umlaͤuft, und welches die Blaͤtter quetſcht.

Von dieſer zuſammen gepreßten Maſſe werden Haufen ge gebildet, die 24 48 Stunden angefeuchtet liegen, aber nicht vom Regen naß werden duͤrfen, weshalb man ſie durch ein uͤbergebrachtes Dach davor ſchuͤtt. Nachher knetet man die Maſſe durcheinander und macht Ballen,(Kugeln) daraus in der Groͤße eines Gaͤnſeeies. Dieſe werden an der Luft im Schatten getrocknet und ſind nun verkaͤufliche Waare.

Drei bis vier Wochen nach dem Abſtoßen der erſten Blaͤt⸗ ter ſind neue ausgetrieben, mit denen man eben ſo verfaͤhrt. In fruchtbaren Sommern giebt der Winterwaid auf dieſe Weiſe viermalige Blatternte, in trockenen nur eine dreimalige. Der Sommerwaid dagegen kann nur zweimal abgeſtoßen werden.

Die erſte Blatternte iſt die beſte, indem ſie nicht nur die meiſten Blaͤtter giebt, ſondern dieſe ſind auch in Anſehung der Guͤte den ſpaͤtern Blaͤttern weit vorzuziehen.

Den Saamenbedarf zieht man ſich zu, indem ein Theil des Waidefeldes ungeſtoͤrt ſtehen bleibt. Es macht keine Schwierigkeit, ſich dieſen Bedarf zu ſchaffen, weil ein Mor gen Saamenwaid die Ausſaat fuͤr 244 bis 30 andere Morgen traͤgt.

Wau oder Gilbkraut,

auch Faͤrberreſede genannt, erfordert von allen bisher beſchrie⸗ benen Handelsgewuͤchſen die wenigſte Vorbereitung.

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