Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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det, damit ſie nicht ſchimmlicht werden und ſind zum Verkauf fertig, ſo wie ſie vollig duͤrre ſind.

Das Waſchen der Krappwurzeln haͤlt man fuͤr nachtheilig, indem dadurch Farbeſtoff aus ihnen gezogen wird. Da es obenein eine weitlaͤuftige, beſchwerliche Arbeit iſt, ſo wird ſichs

diemand beikommen laſſen, ſie vorzunehmen.

Das Krappland iſt nach gut ausgefuͤhrter Behandlung fuͤr mehrere folgende Fruͤchte ohne neue Duͤngung vorbereitet. Koͤmmt der Krapp zeitig, Anfangs October, vom Lande, ſo kann daſſelbe mit Weitzen oder Roggen beſaͤet werden. Außer dem iſt es vortrefflich zu Gerſte geeignet. Nach beiden kann es mit Erbſen oder Wicken beſaͤet werden und darauf noch ein mal Winterung oder Sommerung tragen, ehe es Duͤngung bedarf.

Den Krapp zu oft auf ein und daſſelbe Land zu bringen, kann nicht empfohlen werden. Kann man es ſo einrichten, daß er alle zehn Jahre wiederkehrt, ſo wird man keine Ab⸗ nahme ſeiner Ergiebigkeit wahrnehmen. Da er ohnedies ſo ſtarke Duͤngung bedarf, ſo iſt um ſo rathſamer, das Land ei ne Reihe von Jahren mit andern Fruͤchten zu beſtellen, die fuͤr die Duͤngergewinnung Futter und Stroh liefern.

Der Waid.

Wenn es bei dem vorigen Gewaͤchſe darauf ankam, recht ſtarke Wurzeln zu gewinnen, ſo beabſichtiget man dagegen bei dem Anbaue des Waides recht viele und große Blaͤtter, weil in dieſen die blaue Farbe enthalten iſt.

Der Waid dauert im Winter aus, kann aber auch eben ſo gut im Fruͤhlinge ausgeſaͤet werden.

Der Winterwaid giebt einen ſtaͤrkern Ertrag und es iſt rathſam, dieſen dem im Fruͤhlinge geſaͤeten den Vorzug zu ge ben. Der Waid wird aus Saamen gezogen.

Zum Anbau des Winterwaids wird das Land vorbereitet wie zu Weitzen, nur ſtaͤrker geduͤngt. Boden, der guten Wei⸗ ben traͤgt, wird auch guten Waid bringen.*

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