XKXIII nichts mehr, als daß alle Mitglieder deſſelben in Wohlſtand verſetzt werden moͤgten. Nehmt daher, lieben Freunde, dies Buͤchlein gern und willig auf! Gebt es vorzuͤglich Euren jun— gen Leuten als Leſebuch fuͤr die langen Winterabende in die Haͤnde. Denn ob es gleich von den Verbeſſerungen handelt, die Ihr jetzt bei der neuen Einrichtung Eurer Wirthſchaften anbringen koͤnnt, ſo enthaͤlt es doch auch zugleich einen Unter⸗ richt uͤber den Ackerbau und die Viehzucht uͤberhaupt.
Nach den ausgeſtandenen Kriegsdrangſalen lebt Ihr jetzt, Freunde, in einer gluͤcklichen Zeit gegen Eure Vorfahren. Alle Menſchen im Lande, Vornehme und Geringe, ſehen die Wich⸗ tigkeit Eures Standes jetzt mehr wie jemals ein, und preiſen Euch gluͤcklich, daß Ihr Euren Acker bauen koͤnnt. Glaubt mir, ich kenne die Herrlichkeiten anderer Staͤnde ſo ziemlich, aber ich kann verſichern, daß es mit der Gluͤckſeeligkeit derſel— ben eitel Gleisnerei und Schein iſt. Wie wohl iſt aber der⸗ jenige daran, dem die Vorſehung ein Stuͤck Land verlieh, auf welchem er ſeine Geſchaͤfte treiben und ſich und die Seinigen ernaͤhren kann.
So lange Eure Beſitzungen nicht Euer voͤlliges Eigen⸗ thum waren, konntet Ihr freilich die Freude nicht ſo recht uͤber Eurer Haͤnde Arbeit fuͤhlen. Es mußte Euch immer der Gedanke einfallen: fuͤr wen arbeiteſt du? Werden deine Kin— der auch die Fruͤchte deines Fleißes genießen?
Mit dem Hofedienſt gab es ebenfalls manche Verdruͤßlich⸗ keiten. Bald kam Klage uͤber Euren Knecht, daß er gefau⸗ lenzt habe, ohne Euer Verſchulden. Bald mußtet Ihr Euch bei dem Dienſt von den Aufſehern Eures Herrn ſchnoͤde be⸗


