Teil eines Werkes 
Erster Theil (1818)
Entstehung
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XXX

Nachdem dieſe Maͤnner gemeinſchaftlich alles hin und her uͤberlegt hatten, wurde den vierzehnten September 1811 das Edikt publizirt, nach welchem nicht nur die Hofedienſte in ge wiſſen Zeitraͤumen aufhoͤren muͤſſen, ſondern auch alle die ver⸗ druͤßlichen Leiſtungen und Abgaben, die ſo viele Gelegenheit zu Streitigkeiten gaben. Die Rittergutsbeſitzer werden fuͤr die Hofedienſte und andere Abgaben durch Land entſchaͤdiget.

Da durch den unmittelbar nach Erſcheinung dieſes ewig denkwuͤrdigen Ediktes ausgebrochenen Krieg die angeordneten Zeitraͤume zur Aufloͤſung der bisherigen Verhaͤltniſſe zwiſchen den Gutsherren und den Bauern nicht inne gehalten werden konnten; da ferner einige naͤhere und genauere Beſtimmun gen in einer ſo wichtigen Angelegenheit, die uͤber Wohl und Wehe der Nachkommen entſcheidet, noͤthig waren, ſo erſchien unterm 29ſten Mai 1816 eine Declaration, die uͤber zweifel⸗ hafte Faͤlle Vorſchriften enthaͤlt.

Nach beiden allerhoͤchſten Verfuͤgungen ſind bis auf die ſen Augenblick unendlich viel Ausgleichungen zwiſchen Guts⸗ herren und Bauern beendiget, die immer mehr Zufriedenheit beider Theile mit dieſer neuen Ordnung der Dinge zur Folge haben, je laͤnger die neuen Verhaͤltniſſe beſtehen.

Auf dieſe Art ſchafte unſer vortreflicher Monarch die un gluͤcklichen Verhaͤltniſſe ab, die Euch, gute Landleute, druͤckten und Euch in Eurer Wirthſchaft zuruͤck hielten, ohne Euren Herren etwas zu nehmen. Denn dieſe erhalten Land von Euch, das Ihr recht gern vergeſſen koͤnnt, weil Ihr nun mit dem uͤbrigen ſchalten und walten koͤnnt, wie Ihr wollt.

Ihr muͤßt aber die Billigkeit der großen Gutsbeſitzer er⸗

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