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Arbeiten vollkommen erlernen, wenn man ſie jaͤhrlich nur ei⸗ ne kurze Zeit treiben kann. Man wird aber auch zur Ver⸗ fertigung ſeiner Beduͤrfniſſe, eben weil man keine Geſchick⸗ lichkeit in ſo vielerlei Arbeiten erwerben kann, viel mehr Zeit brauchen, die man nuͤtlicher auf den Landbau wenden konnte.
Der Ackerbau machte alſo dadurch gewiß ſchnelle Fort⸗ ſchritte, daß zu manchen einzelnen Geſchaͤften ſich Leute fan— den, die nur dieſe betrieben. Sie erlangten dadurch eine groͤßere Uebung darin, und konnten in einem Tage vielleicht ſo viel anfertigen, als ein Ungeuͤbter in dreien.
Die eigentlichen Ackerbauer konnten ſich, nachdem die ſo nuͤtzliche Menſchenklaſſe der Handwerker und Kuͤnſtler entſtan⸗ den war, mit weit mehrerem Fleiße auf den Landbau und die Viehzucht legen. Sie konnten fuͤr ihren Ueberfluß an Fruͤch⸗ ten, Milch und Butter mit weit groͤßerer Bequemlichkeit ſich diejenigen Dinge verſchaffen, die ſie zur Fuͤhrung ihrer Wirth— ſchaft noͤthig hatten, oder die ihnen zur Kleidung, Nahrung und Ergoͤtlichkeit dienten. 4
Die Noth und das Beduͤrfniß lehrten die Menſchen zu⸗ erſt den Acker bauen, ſie fuͤhrten aber auch zugleich manche Einrichtungen herbei, deren Entſtehung uns jetzt unbegreiflich erſcheinen wuͤrde, wenn wir nicht wuͤßten, wie es vor mehre— ren hundert Jahren in unſerm Vaterlande und in vielen an⸗ dern Laͤndern herging.
Diejenigen Einwohner, welche den Acker nicht baueten, Handwerker, Kuͤnſtler und Kraͤmer, fanden es bequemer, wenn ſie in groͤßerer Anzahl bei einander wohnten. Sie konnten
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